ACHTSAME TAGE

ACHTSAMER TAG 16/365 – Der Moment

Das Achtsamkeitstraining macht sich bemerkbar. Ich lebe zunehmend im Moment.

Jetzt lebe ich den Moment und genieße den Akt des Schreibens und Denkens. Und im nächsten Moment bin ich auch noch beim Akt des Schreibens und Denkens. So reiht sich Moment an Moment an Moment, eine intensive Lebensphase ergibt sich daraus.

Ich bin mir bewusst, dass ich im Moment lebe und denke nicht an das Vorher und Nachher. Eine tiefe befriedigende Zeit erlebe ich im Jetzt…

 


ACHTSAMER TAG 15/365 – Schaffenspause

ACHTSAMER TAG 1.20 – Gleichgewicht


 

ACHTSAME TAGE

ACHTSAMER TAG 15/365 – Schaffenspause

Ja, eine Schaffenspause, das mache ich grade. Ich orientiere mich im Moment neu. Ich hinterfrage Vorgefasstes, hebe das was zuunterst ist nach oben um dem was im Jetzt da ist einen geringeren Stellenwert zu geben. Es ist überhaupt so, dass ich mich nicht mehr so wichtig nehme, da fällt vieles leichter. Das heißt nicht, dass ich mich vernachlässige, im Gegenteil, damit komme ich meinem Selbst wieder ein Stückchen näher.

Ich nehme die Dinge nicht mehr tragisch. Mit vielen Dingen habe ich Frieden geschlossen, so auch mit meiner Krankheit. Ich versuche sogar schon ein wenig dankbar zu sein für die Lebensveränderung, die dadurch passiert ist.

Ja, ich mache Pause vom Schaffen. Ich lasse mich treiben, schaue mal hier hin mal dort hin. Fast alle meine Projekte ruhen zur Zeit. Dieses Neu-Orientieren macht mir viel Freude, gibt es mir doch einen anderen Blickwinkel auf das bisher Gemachte.

 


ACHTSAMER TAG 14/365 – Anfänger-Geist

ACHTSAMER TAG 16/365 – Der Moment


 

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ACHTSAMER TAG 14/365 – Anfänger-Geist

Jon Kabat-Zinn beschreibt im ersten Kapitel seines Buches Achtsamkeit für Anfänger den Anfänger-Geist.

Er zitiert Suzuki Roshi, den japanischen Zen-Meister:

Im Anfänger-Geist gibt es viele Möglichkeiten, aber im Geist des Experten nur wenige.

Ich baue grade die Achtsamkeit in mein Leben ein und fühle diesen Anfänger-Geist.

Jon Kabat-Zinn schreibt:

Anfänger begegnen neuen Erfahrungen mit weniger vorgefasstem Wissen, deshalb sind sie offener. Diese Offenheit ist sehr kreativ. … Die Kunst besteht darin, sie niemals zu verlieren.

Ich habe mir in meinem Leben dieses Anfänger-Sein bewahrt. Es hat mir schon viel über Depressionen hinweg geholfen. Indem ich Anfänger bin, kann ich die Welt neu entdecken. Ich tu einfach so, als würde ich viele Dinge zum ersten Mal sehen oder erfahren. Untrennbar damit verbunden ist eine unbändige Freude, die mich erfasst, beim neu Entdecken meiner Umwelt.

 

Quelle: Jon Kabat-Zinn, Achtsamkeit für Anfänger, 2014.

 


ACHTSAMER TAG 13/365 – Auf dem Friedhof

ACHTSAMER TAG 15/365 – Schaffenspause


 

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ACHTSAMER TAG 13/365 – Auf dem Friedhof

Dieser Beitrag ist Teil der Blog-Aktion: Friedhofspaziergang des Totenhemd-Blogs von Annegret und Petra.

Vorletzte Woche am Donnerstag besuchte ich unseren Salzburger Kommunalfriedhof. Es war wunderschönes Wetter und ich war guter Dinge. Ich hatte genügend Kraft, um dort hin zu fahren. Es ergaben sich einige sehr schöne Bilder, die ich mit dem Handy aufgenommen habe.

Die Stille dort nahm mich sofort in ihren Bann. Es war, als ob ich die herbstlichen Blätter fallen hören konnte. Zwei Amseln vergnügten sich im Gebüsch eines Grabes und holten sich dort ihr Futter. Das anzusehen war eine wunderbare Gelegenheit, sich der Natur bewusst zu werden und in die Achtsamkeit einzutauchen.

Ich setzte mich auf eine Bank und begann mich in die Stille zu versenken. Ganz war ich da, im Moment. Ein leichter Wind strich um meine Wangen. Ich spürte meinen Füßen auf dem Wiesenboden nach und mir wurde bewusst, wie verwurzelt ich schon war in dieser Stadt. Ich fühlte mich richtig heimelig. Die Sonne wärmte mich. Ein wunderbarer Moment…

Da störte ein Motorengeräusch meine Stille. Es kam näher. Ein Traktor mit Anhänger auf dem junge Bäume geladen waren näherte sich mir. Na so was, ich freute mich, durfte ich doch zusehen, wie ein so junges Wesen gepflanzt wurde…

—–

Der Salzburger Kommunalfriedhof wurde 1879 eröffnet und ist mit cirka 20.000 Grabstellen der größte Friedhof der Stadt sowie des Bundeslandes Salzburgs. Der Friedhof verfügt über eine Fläche von 25 ha und dient vielen Salzburgern auch als Naherholungsgebiet. Neben den Grabanlagen finden sich am Friedhof auch ein anonymes Urnenfeld, Kriegsgräberanlagen, ein niederländischer Soldatenfriedhof, eine Anlage mit Ehrengräbern und ein moslemischer Friedhof.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Salzburger_Kommunalfriedhof

 


ACHTSAMER TAG 12/365 – Alles zerrinnt

ACHTSAMER TAG 14/365 – Anfänger-Geist


 

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ACHTSAMER TAG 12/365 – Alles zerrinnt

 

Da habe ich so viel gelernt in meinem Leben und nun, was ist davon übrig?

So gut wie nichts.

Ich stehe im Jetzt vor dem Nichts.
Das Gelernte zerrinnt mir durch meine geistigen Finger.

 


ACHTSAMER TAG 11/365 – Schlaf komm

ACHTSAMER TAG 13/365 – Auf dem Friedhof


 

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ACHTSAMER TAG 11/365 – Schlaf komm

Jetzt habe ich es doch geschafft, fast drei Tage zu schlafen … nicht durchgehend, aber fast. Und ich bin sehr dankbar dafür, weil ich weiß was es heißt, gar nicht mehr schlafen zu können, weder ohne noch mit Medikamenten.

Geholfen dabei hat mir die Body-Scan-Meditation.

Während der schlaflosen Zeit entstanden die folgenden Zeilen:

 

Schlaf-komm-Gedicht

Schlaf
komm
ich ersuche dich
komm

Schlaf
komm
ich bitte dich
komm

Schlaf
komm
ich sage dir
komm

Schlaf
komm
ich befehle dir
komm

Schlaf
komm
¥⊗↑⊄Ξ!(&%‘#!!??
K O M M

 


ACHTSAMER TAG 10/365 – Zwei Seelen

ACHTSAMER TAG 12/365 – Alles zerrinnt


 

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ACHTSAMER TAG 10/365 – Zwei Seelen

Ich habe zwei Seelen in mir. Die eine ist atheistisch, philosophisch veranlagt. Die andere ist genau das Gegenteil, glaubt an ein Gotteswesen. Vermeintlich wäre, dass diese beiden Seelen einander ausschließen. Nein, tun sie nicht. Die eine Seele ist die freiheitsliebende, die andere die schutzbedürftige. So empfinde ich es.

Und ich lasse beide Seelen so wie sie sind. Akzeptiere, dass hier zwei Gegensätze nebeneinander existieren, ohne zu werten. Mit ein bisschen Humor sehe ich das Ganze. So lässt es sich damit ganz gut leben.

 


ACHTSAMER TAG 9/365 – Langeweile

ACHTSAMER TAG 11/365 – Schlaf komm


 

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ACHTSAMER TAG 9/365 – Langeweile

Langeweile ist ein böses Kraut – aber auch eine Würze, die viel verdaut.
(Goethe)

Langeweile als böses Kraut, in dessen Fängen ich grade sitze, so meine ich, sollte mich laut meinem schlauen Buch „Achtsamkeit für Dummies“ neugierig machen. Es heißt da auf Seite 179:

Interessieren Sie sich für Ihre Langeweile. Begegnen Sie Ihrer Langeweile mit Neugier…

An anderer Stelle auf derselben Seite heißt es:

Wenn Sie während der Meditation Langeweile empfinden, sind Sie nicht wirklich achtsam.

Huch! Das habe ich jetzt so nicht gebraucht. Ich dachte eigentlich, dass ich schon recht achtsam sei… so direkt wollte ich das eigentlich nicht wissen…

Nun gut, ich setze meine Neugier auf und frage:

Was ist eigentlich Langeweile?

Wikipedia beschreibt das so:

Langeweile, auch (österr.) Fadesse oder (franz.) Ennui …, ist das unwohle, unangenehme Gefühl, das durch erzwungenes Nichtstun hervorgerufen wird oder bei einer als monoton oder unterfordernd empfundenen Tätigkeit aufkommen kann…

In diesem Artikel finde ich auch die Worte des rumänischen Philosophen Emil Cioran, der in einem Interview unter anderem folgendes sagte:

…Auf dem Gipfel der Langeweile erfährt man den Sinn des Nichts…

Das Zitat gefällt mir gut.

In meinem schlauen Buch steht auch, dass es sehr interessant sein kann, Langeweile zu beobachten. Wenn Langeweile hochkommt, werden Gedanken und Gefühle sichtbar, die mein Leben beherrschen können, ohne dass ich es bemerke. Derartige Gefühle oder Gedanken solle ich mir bewusst machen.

Da fällt mir ein, dass ich mich im Moment einfach nicht entscheiden kann, in welche Richtung ich meine Interessen ausbauen soll oder will. Ich lese sehr gerne und es hat sich schon ein beträchtlicher SuB aufgebaut.

Je mehr ich über meine Interessen nachdenke, desto mehr wird mir bewusst, dass ich hier Entscheidungen treffen muss.

Oder vielleicht sollte ich mich einfach mal für EIN Buch entscheiden und nicht fünf nebeneinander lesen…

 

 

Quellen:

1 Shamash Alidina, Achtsamkeit für Dummies, 2011 (ISBN 9783527707126).

2 https://www.wiwo.de/erfolg/trends/psychologie-der-sinn-der-langeweile/9025334.html

3 https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/langeweile/8514

4 https://de.wikipedia.org/wiki/Langeweile

 


ACHTSAMER TAG 8/365 – Jetzt

ACHTSAMER TAG 10/365 – Zwei Seelen