MOMENTE

MOMENT 7.21 – Bipolar

Die Vögel zwitschern sie schon aus dem Schlaf. Es ist noch dunkel draußen. Jetzt eine Tasse heißen Kaffee trinken, denkt sie und schlüpft aus dem Bett. Guter Dinge geht sie in die Küche und stellt den Wasserkocher an.

Heute wird wieder ein guter Tag, denkt sie.

Das Gestern ist Vergangenheit. So grau die letzten Tage waren, so bunt scheint nun der vor ihr liegende Tag.

Bipolar, denkt sie, an Abwechslung fehlt es nicht…

MOMENT 6.21 – In der Tiefe

MOMENT 8.21 – Alles durcheinander

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MOMENTE

MOMENT 5.21 – Ein Pflänzchen

Heute geht ein wunderbarer Tag zur Neige. Abgesehen davon, dass die Sonne schien und der Frühling wieder anklopfte, hat sie einiges geschafft. Erwacht ist sie schon früh. Sie genoss aber dann noch ein Weilchen länger die Wohligkeit ihres Bettes. Von Ferne hörte sie durch das gekippte Fenster die Vögel zwitschern. Und ein Sonnenstrahl lugte unter dem Fensterrollo hervor.

Da hielt es sie doch nicht länger, sie musste raus aus dem Bett. Zum Frühstück hatte sie Milchkaffee und Butterbrot. Das liebt sie. Die Aussicht auf die nächsten verpflichtungsfreien Tage erfüllten sie mit Frohsinn.

Sie verbrachte den Vormittag mit Altgriechisch und einem liebevollen Telefonat mit ihrer Schwester. Gespräche, wie sie sie mit ihrer Schwester führt, mag sie.

Sie erzählte ihr von der Psychotherapie vom Tag zuvor. Ein Pflänzchen hatte sie entdeckt, das es zu hegen und zu pflegen gilt. Um es zu schützen hat sie eine Glasglocke darüber gestülpt. Dazu riet die Psychologin. Es ist die Pflanze ihres eigenen Ichs.

Sie hatte sich von fremden Ideologien freigemacht und da wuchs auf einmal ein Pflänzchen aus dem Kern, der schon lange in ihr schlummerte. Denken zu dürfen, was sie selbst oder ihr eigenes Ich für richtig hält, ist ein ganz neues Gefühl. Nicht mehr konform gehen zu müssen mit vorgegebenen Denkweisen empfindet sie als Befreiungsschlag.

Sie nimmt sich vor, diese neue Welt, die sich ihr eröffnet wie ein Forscher vorsichtig akribisch und systematisch zu erkunden…

 

MOMENT 4.21 – Die Macht der Erinnerung

MOMENT 6.21 – In der Tiefe

MOMENTE

MOMENT 4.21 – Die Macht der Erinnerung

Es tobt in ihren Ohren. Gerade eben hat sie ein Buch begonnen zu lesen. Das Buch enthält eine Geschichte, die der ihren ähnlich ist. Und nun ist sie aufgewühlt, durcheinander, zornig und traurig zugleich. Von der ersten Zeile an hat es sie an längst Vergangenes erinnert. Sie atmet tief durch, doch das Zittern des Körpers will nicht weichen. Eine Schwäche durchfährt sie vom Scheitel bis zur Sohle. Sie kann nicht weiter lesen und lässt das Buch sinken. Zu mächtig sind die Erinnerungen. Tränen bahnen sich den Weg über ihre Wangen.

Die Uhr tickt.

Minuten vergehen.

Nur langsam kann sie sich wieder beruhigen.

Ihre Freundin, die Stille, um sie herum tut ihr gut und holt sie zurück in das Jetzt…

 

MOMENT 3.21 – verlorene Zeit

MOMENT 5.21 – Ein Pflänzchen

MOMENTE

MOMENT 3.21 – verlorene Zeit

Während sie so liest und dazwischen ihre Gedanken auf die Reise gehen, wird ihr plötzlich bewusst, wieviel Zeit sie verloren hat.

Es gab mal eine Zeit, da hatte sie das Gefühl nicht, die Zeit zu verlieren. Es war die Abendschulzeit, viereinhalb Jahre stetiges abendliches Lernen. Es war die Zeit des Entdeckens, eine Zeit des Aufbruchs. Gerade jetzt hat sie dieses Gefühl des Entdeckens wieder, weil sie wieder in die Welt des Wissens eintaucht.

Aber viele Jahre liegen zwischen der Abendschule und dem heute. Doch hat sie die Zeit wirklich verloren? Nein – nicht. Sie hat viel über Zwischenmenschlichkeit und Zusammenleben gelernt und viel darüber, wie es nicht funktionieren kann. Da ist es kein Wunder, dass sie so gerne allein ist.

„Der Mensch ist ein soziales Wesen“, hört sie ihre Psychotherapeutin sagen. Doch sie hat das Gefühl, kein soziales Wesen zu sein. Einsamkeit und Stille, ja, danach hat sie ein immens großes Bedürfnis. Einzig das Lesen empfindet sie als sozialen Kontakt, und zwar zu dem Menschen, der ihr sein Geschriebenes entgegen bringt. So will sie es sehen und nicht anders…

 

MOMENT 2.21 – Seelenkram

MOMENT 4.21 – Die Macht der Erinnerung

LUSTIGES

LUSTIGES 1.21

Der Unterschied zwischen Physik, Philosophie und Theologie?

Physik ist, wenn jemand in einem dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht.

Philosophie ist, wenn jemand in einem dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist.

Theologie ist, wenn jemand in einem dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist und ruft: „Hurra, ich hab sie!“


Hihi!
Habt noch einen schönen Tag.
Alles Liebe von Eurer
Maria

 

LUSTIGES 2.20

MOMENTE

MOMENT 2.21 – Seelenkram

Melancholisch blickt sie aus dem Fenster … Schneegestöber … Stille … sie friert … obwohl es warm ist in der Wohnung. Nun ist sie endlich angekommen … nach zwei Jahren Umherirrens … lässt sie sich nieder … in sich selbst … sie verspürt einen ungeahnten Frieden in sich, den sie noch niemals gekannt hat … und trotzdem ist es unheimlich laut in ihrem Kopf … der Körper und die Seele haben schon eingeparkt … aber der Kopf fährt noch … hart war das, was sie erlebt und erfahren hat und so weich ist das was jetzt vor ihr und neben ihr liegt … sie fühlte wie ein Schmetterling mit schweren Bergschuhen … und nun, als ob sie nur mehr Wattebausche trüge und oft nicht mal das … sie verliert sich in diesen sanften, sie umhegenden Gedanken an Geborgenheit … die sie nun in sich fand…

 

Moment 1.21

MOMENTE

MOMENT 1.21

Hallo Ihr Lieben!

Nun sind endlich alle Schachteln ausgeräumt und ich kann wieder meinem täglichen Leben nachgehen. Die Übersiedlung ist nun komplett. Und ich fühle mich sehr wohl in meinem neuen Heim.

Einen lange gehegten Traum lasse ich grade Wirklichkeit werden. Ich lerne ALTGRIECHISCH. Dazu habe ich mich bei einem Wiener Fernlehrinstitut zum Kurs angemeldet und bin auch schon mitten im Lernen. Ich kann mein Lerntempo selbst bestimmen und das ist gut so. Das griechische Alphabet habe ich schon im Kopf und das Lesen an sich geht auch schon ganz gut. Mal sehen, wie ich vorwärts komme.

Auch habe ich mein Blog etwas modifiziert und ergänzt (die Überschrift). Als Teil von meinem achtsamen Leben halte ich es für wichtig, lebenslang zu lernen bzw den Wissensdurst nie versiegen zu lassen und die Augen offen zu halten für Neues. Ich habe vor, hier, neben meinem Kreativsein, auch meinen Lernfortschritt in kleinen Portionen zu protokollieren. Lernstoff ist immer das, was mich im Moment interessiert oder woran ich im Moment arbeite.

Ich wünsche Euch nun allen eine geruhsame und erholsame Nacht!
Alles Liebe von Eurer
Maria