ZITATE

ZITAT 1.21 – Thomas Carlyle

Hallo Ihr Lieben!

Nachfolgendes Zitat fiel mir heute in die Hände und es spricht Bände im Sinne des Wortes:

THOMAS CARLYLE lebte von 1795 bis 1881. Er war ein schottischer Essayist und Historiker der im viktorianischen Großbritannien großen Einfluss hatte.

Ich wünsche euch einen wundervollen Abend mit vielleicht viel Zeit für ein gutes Buch!
Alles Liebe von eurer
Maria

ZITAT 2.20 – Joachim Ringelnatz

MOMENTE

MOMENT 9.21 – Ausstieg

Still ist es. Von ferne her höre ich ein Auto, aber nur so leise, dass ich es gerade noch wahrnehme. Nur der Laptop surrt ein wenig, kaum hörbar. Es ist Nacht und ich kann nicht schlafen. Ich surfe wieder einmal auf einer Welle. Endlich stehe ich wieder auf dem Brett und bin nicht mehr unter Wasser.

Eigentlich sollte ich schlafen. Leider zeigen die genommenen Medikamente keine Wirkung, trotz der hohen Dosis, die ich nahm.

Nun setze ich meine Kopfhörer auf und höre Musik, laut, so wie ich es mag.

Ich habe viel Zeit zum Nachdenken. Nachdenken über mich, über mein Leben, über meine Mitmenschen.

Am meisten beschäftigt mich zur Zeit mein Ausstieg aus der Zeugen Jehovas Gemeinschaft. Ich habe ihn vor einiger Zeit vollzogen, meinen Ausstieg, innerlich wie äußerlich. Lange Zeit war ich in der inneren Emigration. Nun habe ich den Schritt nach außen gewagt.

So ein Schritt hat umfassende Folgen. Man wird von der gesamten Zeugen Jehovas Gemeinde geächtet. Dabei ist es egal ob jemand aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wird oder ob jemand von sich aus die Gemeinschaft verlässt. Man verliert praktisch von einem Tag auf den anderen sämtliche gemeinschaftlichen Kontakte einschließlich die der Familie.

Aber nun habe ich meiner Familie offenbart, dass ich keine gläubige Zeugin Jehovas mehr bin und aus der Gemeinschaft aussteige.

Ich glaube schon lange an keinen Gott im Sinne der Zeugen Jehovas mehr. Zu viel habe ich gelesen und mich weiter gebildet. Ich sehe die vielen Religionsgemeinschaften als verschiedene Planeten. Und mich sehe ich auch auf einem Planeten, dem Planeten der Atheisten. Ich habe die Möglichkeit, andere Planeten zu bereisen und nehme mir von den jeweiligen Planeten das mit, was ich brauchen kann. So ein schlichtes Bild habe ich mir zurecht gelegt.

Von diesem Bild habe ich auch meinem Vater und meinem Bruder erzählt, um ihnen meine Entscheidung leichter verständlich zu machen.

Mein Bruder hat sich im Wesentlichen von mir zurückgezogen und mein Vater hat den Part des Mich-Bekehrens übernommen.

Das Sich-Zurückziehen und das Ächten von einem Menschen der die Gemeinschaft verlassen hat beschreiben die Zeugen Jehovas als „liebevolle Maßnahme“ den Sünder wieder zur Rückkehr in die Gemeinschaft zu bewegen. Wie grotesk.

Ich bin aufgewachsen in dieser Gemeinschaft und kenne alle Praktiken, wie man durch sanften Druck auf konform gehen mit allen Gedankengängen, die vorgeschrieben sind, hin gelenkt und geleitet wird. Auch die Zeitschriftenartikel sind entsprechend aufgebaut. Der Aufbau ist immer derselbe: Fakt Eins, Fakt Zwei, Fakt X und dann: „Wir schließen daraus…!“ Das ist dann die herrschende Meinung unter den Gläubigen, die Muss ist. Diese Artikel werden bis aufs Äußerste durchgekaut und durchbesprochen, bis jeder die Gedankengänge auch im Sinne der leitenden Körperschaft (das leitende Gremium in Amerika) verstanden hat.

Ich bin sehr froh, dass ich eine Schwester habe, die dieser Gemeinschaft schon vor Jahren den Rücken gekehrt hat. Sie ist ein wunderbarer Mensch. Mit ihr kann man sich großartig unterhalten. Sie hat die Machenschaften dieser „Sekte“ gut durchschaut und ist mir ein einfühlsamer Gesprächspartner.

Es gibt faktisch keine Religionsfreiheit, wenn man bei den Zeugen Jehovas aufwächst. Man wird darauf gedrillt, in der Gemeinschaft zu bleiben, sich taufen zu lassen und ein treues Mitglied zu werden. Andernfalls droht Ächtung.


Habt eine geruhsame Restnacht ihr Lieben!
Lieben Gruß von einer nachdenklichen
Maria

MOMENT 8.21 – Alles durcheinander

MOMENT 10.21 – Keine Worte

ZEICHNEN

ZEICHNEN 4.21 – Tulpe

Hallo Ihr Lieben!

Bei uns schneit es schon den ganzen Tag dicke Flocken als wäre tiefster Winter. Schön sind sie anzuschauen diese Schneeflocken. Und dann scheint immer wieder mal die Sonne zwischen durch die Wolken. Schöne Stimmung.

Ich versuchte mich mal wieder an einer Tulpe, dieses mal eine Bleistiftzeichnung:

Alles Liebe euch allen da draußen und drinnen. Habt einen schönen Tag!
Eure
Maria

ZEICHNEN 3.21 – Löwe

ZEICHNEN 5.21 – Rose

ALTGRIECHISCH, LERNPROTOKOLLE, Philosophie

LERNPROTOKOLLE

Also, das Altgriechisch lernen ging nun kräftig daneben. Und die Philosophie verschließt sich mir immer mehr, je mehr ich davon lese. Vielleicht sollte ich nicht so schnell aufgeben.

Tja, Altgriechisch muss ich zur Zeit lassen, da mich mein Gemütszustand zur Zeit in den Keller zieht. Und da ist es dunkel, also kein Licht zum Lernen. Wird auf später verschoben.

Zur Philosophie erhalte ich demnächst ein paar Lehrwerke per Post, die mir den Schleier von den Augen nehmen müssten. Mal sehen. Vielleicht habe ich einfach noch nicht das richtige Buch dazu in meine Hände bekommen.

Oder vielleicht sollte ich mal meine hochtrabenden Ziele etwas überdenken…

BÜCHER

BUCH 2.21 – John Strelecky, Wiedersehen im Café am Rande der Welt

Hallo Ihr Lieben!

Es scheint wieder die Sonne, nicht draußen, aber hier drinnen bei mir. Dieses Auf und Ab ist ganz schön anstrengend. Man kann nix wirklich planen, weil man nicht weiß was oder wie es im nächsten Moment ist. Trotz der bipolaren Schwankungen gelang es mir gestern ein halbes Buch zu lesen: John Strelecky, Wiedersehen im Café am Rande der Welt.

Meine Meinung:

Leider trifft es bis jetzt bei weitem nicht meine Erwartungen. Das bereits Gelesene wirkt mächtig konstruiert und lebt von der Wiederholung der Weisheiten aus dem ersten Band „Das Café am Rande der Welt“. Schade.


Ich wünsche euch einen schönen Wintertag in einer warmen Stube mit reichlich Lesestoff.
Alles Liebe von eurer
Maria

BUCH 1.21 – Haruki Murakami, Gefährliche Geliebte