MOMENTE

MOMENT 21.22 – Fortgegangen

Starr sitze ich da. Es ist als ob mein Gehirn in einen Nebel eingehüllt ist. Mein Herz ist nur mehr Schmerz. Tränen. Taub ist mein Körper. Ich kann keinen klaren Gedanken fassen.

Ein lieber Mensch ist aus dem Leben gegangen…

Bodenlos, schwankend entschwebe ich der grauen Wirklichkeit.
Fassungslos, traurig versinke ich in schwarzen Seifenblasen.
Grenzenlos, müde denke ich mich in eine irreale Welt.
Substanzlos, sinnentleert verliere ich mich in Gedankenwürmern.

Unaufhaltsam trete ich von einem mit morastenem Schlamm gefüllten Loch ins nächste. Surreal mutet mich dieser Film an.

Deine Kraft ist längst in den Wolken entschwunden,
dort wo du dich immer schon hingedacht hast.

Deiner Liebe gedenke ich für immer…

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MOMENT 20.22 – Zur Ruhe gekommen

MOMENT 22.22 – Einfach so

COUCH-GESCHICHTEN

COUCH-GESCHICHTEN 20.22 – Das Wortblumengeschenk

Ein wunderschöner Herbsttag war das letztes Jahr. Ich war draußen. Sie taten gut, die tieferen Temperaturen, nach dem heißen Sommer. Die Blätter an den Bäumen und am Boden spielten mit ihrer Farbenpracht, die durch das Glitzern des Morgentaus noch verstärkt wurde. Vom tiefen Rot bis zum prächtigen Gelb hin zum schwachen Grün – so präsentierte sich die Natur von ihrer schönsten Seite. Meine Lieblingsjahreszeit.

Ich nenne es die „reife“ Jahreszeit. Wenn man das Jahr mit einem Lebensalter vergleicht, ist der Herbst jene Zeit wo schon die turbulenten Lebensjahre vorbei sind. Die Frucht ist gereift. Alles was ein Mensch bis zu diesem Zeitpunkt gelernt hat, kann schon als Ertrag genossen werden. Die Gedanken und das Verhalten sind nicht mehr unbeholfen, wie oft im Frühling. Gedanken werden von viel Erfahrung geformt. Und das Ergebnis sind manchmal wunderschöne Gespräche mit Gleichgesinnten.

Ich hatte solche „Herbstgespräche“ diesen Sommer über. Vier Wochen lang durfte ich bei meiner Mutti in der Türkei verbringen. Wir, Mutti und ich, konnten uns wieder einmal so richtig ausgiebig unterhalten, so von Angesicht zu Angesicht, ohne Ablenkung. Wir haben über kleine Dinge gesprochen. Dann haben wir auch große Steine gewälzt und sind auch traurig gewesen. Dann haben wir wieder bei lieblichen Gedanken verweilt und uns gemeinsam daran erfreut. Und unsere Liebespflanze zueinander ist wieder ein Stück gewachsen, durch liebevolle Worte und ebensolches Zuhören. Eine ganz besondere Blume ist dabei entstanden. Es ist eigentlich eine Wortblume und sie wuchs aus dem Herzen meiner Mutti.

Diese Wortblume hatte folgenden Inhalt:

„Du hast meine Falten geglättet“.

Und diese Blume hat sie mir geschenkt. Große Freudentränen kullern jetzt noch über mein Gesicht ob der wärmenden Liebe, die sie in mir erzeugt.

Liebste Mutti – ich möchte dir auch so eine Wortblume schenken, doch merke ich, dass dieses Gewächs in mir noch fehlt. Also werde ich deine Blume nehmen und sie fest in mir verpflanzen, damit solche Blumen mehr werden und vielleicht auch mal aus mir herauswachsen. Danke für deine Liebe, mein Mütterlein!

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Ich habe diesen Beitrag schon einmal auf einem früheren Blog von mir veröffentlicht. Ich erinnere mich immer wieder mit tiefer Wärme an die Worte meiner Mutter. Nächstes Jahr, im Mai, werde ich wieder zu ihr reisen und wir werden wieder intensive Gespräche haben, ich freue mich schon jetzt sehr darauf.

Ihr Lieben, ich wünsche Euch auch solche Wortblumengeschenke, oder vielleicht verschenkt ihr welche.
Alles Liebe von Eurer
Maria

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COUCH-GESCHICHTEN 19.22 – Das erste Mal

COUCH-GESCHICHTEN 21.22 – Der Irrweg

WENIGE WORTE

WENIGE WORTE 3.22 – Ich sehe DICH

Ich hab DICH nicht gesehen,
ich glaube, ich seh DICH jetzt.
Ich bin nicht blind.

Ich seh DICH in der Schöpfung,
ich seh DICH in den Blumen,
ich seh DICH in den Bäumen,
ich seh DICH in den Vögeln.

DU zeigst DICH mir,
zeigst mir DEINE Welt.

Ich lese DICH in einem Buch,
ich spüre DICH wenn ich zu DIR spreche,
ich nehme DICH wahr…
… erst seit kurzem wieder …

Schön, dass ich DICH sehen darf.

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WENIGE WORTE 2.22 – Allgedanken

WENIGE WORTE 4.22 – Unheil

WENIGE WORTE

WENIGE WORTE 2.22 – Allgedanken

Ich frage das Universum:
Gibt es DICH, DICH, höheres Wesen?
Ich frage das Universum:
Ist da jemand, der mich wahrnimmt?

Wenn es DICH gibt,
warum sehe ich DICH nicht?

Ich frage das Universum:
Bin ich nicht nur ein Staubkorn in dir?
Ich frage das Universum:
Warum ist das Leben endlich?

Wenn es DICH gibt,
warum zeigst DU DICH nicht?

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WENIGE WORTE 1.22 – Ohne

WENIGE WORTE 3.22 – Ich sehe DICH

COUCH-GESCHICHTEN, MUSIK

COUCH-GESCHICHTEN 19.22 – Das erste Mal

Still ist es. Keiner gibt einen Laut von sich, in Erwartung dessen was kommt. Ich bin zum ersten Mal hier in diesem Haus. Man hört ein paar quietschende Töne, dann wieder kein Laut. Stille.

Da beginnt das Orchester zu spielen. Die ersten Töne schweben um mich herum. Meine Ohren trinken, als ob sie noch nie Wasser gehört hätten. Mein Mund hört, indem er sich etwas öffnet. Meine Augen fühlen, sie schließen sich langsam. Ein Schauer von Wohlgefühl rinnt an mir herunter, wie warmer Regen und da ist ein Kribbeln im Rückgrat. Mein Herz atmet fast nicht. Es will den wundersamen Klang nicht verlieren.

VERDI’s Musik geht unter die Haut, besonders NABUCCO…

Während die Musik ihren Lauf nimmt, beschließen meine Augen, sich mit Wasser zu füllen, getrieben von einem im Hals beklemmenden Gefühl und einem zunehmend sich bewegenden Herzen. … Da ist er schon vorbei, der erste Teil.

Sprachlos, blicklos, gehörlos, gefühllos schlage ich meine Hände wiederholt zusammen. Ich kann gar nicht aufhören vor Begeisterung. Ich beruhige mich wieder und lasse meine Hände sinken.

Und … da ist sie wieder, die Stille vor dem Tonwasserfall. Stille.

Da beginnt das Orchester zu spielen. Die ersten Töne schweben um mich herum. Meine Ohren trinken, als ob sie noch nie Wasser gehört hätten. Mein Mund hört, indem er…

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COUCH-GESCHICHTEN 18.22 – Das Unwetter

COUCH-GESCHICHTEN 20.22 – Das Wortblumengeschenk

MUSIK

MUSIK 4.22 – herrChrizzy

Hallo Ihr Lieben!

Hier gibt es außergewöhnliche elektronische Klänge von herrCHrizzy zu entdecken:

herrChrizzy

Meine Favoriten:

herrChrizzy – Anonymus Means Alone
herrChrizzy – Depression

Ich bin ein großer Fan von herrChrizzy’s Musik!
herrChrizzy ist auch Autor. Sein Blog: autorchristoph

Viel Spaß beim Hören und Lesen wünscht Euch
Eure Maria

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MUSIK 3.22 – Luna auf der Wölbbrettzither (Gayageum)

COUCH-GESCHICHTEN

COUCH-GESCHICHTEN 18.22 – Das Unwetter

Ein leichter Hauch umweht meine Nase. Die Vögel zwitschern in den Sträuchern. Ein buntes Treiben ist das. Blumenduft liegt in der Luft. Sachte wiegen sie sich in der leichten Brise, die mit einem Schmetterling spielt.

Ich ruhe auf einer Liege auf meinem Balkon. Tee habe ich gerade getrunken, er wärmt mich von innen. Es ist auch im Außen warm, sehr warm, sogar schwül.

Am Horizont türmen sich blaugraue Wolken auf. Sie sind sehr weit entfernt.

Ich schlafe ein.

Jäh erwache ich. Ein starker Wind fährt durch mein Haar. Längst sind alle Vögel ruhig. Schlaftrunken sehe ich die herangekommenen Wolkenmassen. Die Bäume stemmen sich gegen die Böen, die immer stärker werden.

Schnell erhebe ich mich, falte meine Liege zusammen, spanne den Sonnenschirm ab und verschwinde in meiner Wohnung.

Der erste Blitz entlädt sich über dem Nachbarhaus. Noch etwas entfernt grollt der Donner. Aber der Wind nimmt nun Fahrt auf. Er wird zu einem richtigen Sturm. Schon wirbeln Staub und Blätter durch die Luft. Die Nachbarn bringen auf ihren Balkonen noch schnell alle Gewächse in Sicherheit.

Und da blitzt es schon wieder, immer mehr, bis es blitzt und kracht fast gleichzeitig. Das Gewitter ist da, genau über mir. Es fängt an zu regnen, erst nieselt es nur, dann kommt es einem Wasserfall gleich vom Himmel herunter. Die Bäume verbiegen sich, um nicht entwurzelt zu werden. Der Himmel wird pausenlos von Blitzen erleuchtet, begleitet von ohrenbetäubendem Donner.

Da läuft noch ein Mensch auf der Straße, ungeschützt dem Treiben ausgesetzt.

Plötzlich höre ich den Regen immer lauter. Ungläubig schaue ich aus dem Fenster. Ja, wirklich, es beginnt zu hageln. Immer lauter und lauter wird es draußen. Immer größer werden die Hagelkörner. Schon ist die Straße ganz weiß und sieht nach einer Weile aus wie schneebedeckt.

Ich denke an Vaters Garten, der jetzt sehr leidet. Ich denke an Vaters liebevoll gepflanzte Köstlichkeiten wie Erdbeeren, Salate, Tomaten und Gurken. Sie alle werden zerhackt von den Eisbällen. Traurig blickt Vater aus seinem Fenster auf die Zerstörungswut des Unwetters und wie es die tagelange Arbeit in einem kurzen Augenblick zunichte macht.

Wenigstens hat der das Auto in die Garage gefahren, denkt er.

Genauso wie das Gewitter kam, verschwindet es auch wieder. Der Hagel hört auf, der Regen hört auf. Die Wolken lichten sich wieder.

Eine unheimliche Ruhe nach dem Sturm breitet sich aus, als ob Wut und Zorn verraucht sind…

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COUCH-GESCHICHTEN 17.22 – Das Spiegelbild

COUCH-GESCHICHTEN 19.22 – Das erste Mal

ACHTSAME TAGE, MOMENTE

MOMENT 20.22 – Zur Ruhe gekommen

Ich genieße gerade den Moment, bin ganz im Hier und Jetzt. Theta-Musik habe ich im Hintergrund und Tee steht auf meinem Tisch. Meine Hände spielen mit Wolle und Nadel. Ganz in mir drinnen bin ich. Und ich fühle mich glücklich. Ich habe die letzten Tage einiges gemacht und bin nun so zufrieden mit dem was ich geschafft habe. Nichts stört meine Entspanntheit.

Eine besondere Gelassenheit hat sich meiner bemächtigt, eine unendliche Ruhe trägt mich durch die Stunden. Die Zeit vergeht, ohne dass es mir leid tut, dass das ein unaufhaltsames Vorübergehen ist.

Ich habe mich sehr zurückgezogen. Nur mit meinen liebsten Freunden und meiner Familie halte ich Kontakt und nur dann, wenn es ein positives Miteinander ist. Behutsam gehe ich durch den Tag, in dem Bewusstsein, dass alles vergänglich ist. Ich berühre den Moment und spüre ihn, lasse ihn dann wieder ziehen und heiße den nächsten Moment willkommen.

Ich bin sehr dankbar, dass ich das spüren darf.

Es haben einige Menschen mitgeholfen, dass es mir so geht, wie es heute ist. Und ich bin ihnen unendlich dankbar, dass sie mir die Hand gereicht haben. Es gibt sie, diese selbstlosen Wesen. Es gibt sie jedoch nur, wenn man ihnen die Tür öffnet.

Ich habe einige Türen geschlossen und so viele haben sich aufgetan. Ich bin reich beschenkt worden…

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Ihr Lieben, ich wünsche einem jeden von Euch solche Momente!
Alles Liebe
Maria

MOMENT 19.22 – Verzeihen

MOMENT 21.22 – Fortgegangen

MOMENTE

MOMENT 19.22 – Verzeihen

Nun habe ich alles schlechte Vergangene in eine Schachtel gepackt und diese symbolisch in der Erde vergraben. Das ist ein Neuanfang, so empfinde ich es. Ich habe innerlich Frieden geschlossen mit allem und jedem und auch mit mir selbst. Eine große Zufriedenheit machte sich da breit, mehr als ich mir jemals gedacht habe, dass möglich ist. Ich habe verziehen.

Jeder kommende Tag ist ein neuer Tag und ich habe die Möglichkeit ihn zu gestalten. Das ist für mich ein kostbarer Schatz. Im Moment ist es da, das Gefühl der Lebenslust.

Ich achte auf mich und schaffe gut alles was zu erledigen ist. Das macht mich sehr zufrieden.

Nun kann ich für die nächste Zeit Aktivitäten planen.

Ich werde im nächsten Jahr eine längere Reise unternehmen, wenn Covid es zulässt. Das kann ich nun von langer Hand vorbereiten. Und daran habe ich viel Spaß und die Vorfreude ist groß.

Meine Achtsamkeitsreise hat sich bewährt und mir schon viele schöne Momente beschert.

Ich werde auf diesem symbolischen und auch auf dem buchstäblichen Weg weiterreisen…

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Ihr Lieben, ich wünsche Euch einen schönen Sommertag, und dass dieser möglichst Euren Vorstellungen entspricht!
Alles Liebe von Eurer
Maria

MOMENT 18.22 – Liebe und Frieden

MOMENT 20.22 – Zur Ruhe gekommen