MOMENTE

MOMENT 26.22 – Fortgeflogen

Ich entsteige, entfliehe dem Lebensstrom, der mich fortgerissen hat mit seiner Zerstörungswut. Sanft entschwebe ich all dieser Energie. Einem Schmetterling gleich flattere ich hoch, erst noch trudelnd, dann in behutsamen Schwingen, dem Licht entgegen, alles Finstere hinter mir lassend.

Langsam blicke ich hinter mich und sehe züngelnde rotviolette Flammen, die sich nach mir ausstrecken, sich nach mir recken, um mich zu verschlingen.

Aber ich spüre DEINEN Lebensodem, der mit diesem Feuer nichts gemein hat. Es ist ein würziger Luftstrom, der sich durch meine Nase seinen Weg bahnt. Dieser nährt meine schlaffen Zellen und lässt sie wieder erstarken. Doch noch geschwächt falle ich in DEINE Arme.

Besinnungslos war ich, etwas Wildes hat meinen Blickwinkel, meine Perspektive verdeckt. Reste von ihm haften mir noch an, doch ich schüttle meine Flügel und streife alles von mir ab, was gegen den Strich sich aufbäumt, bis mein Fell im Widerschein des Lichts sich wieder an meine Haut anschmiegt und sauber glänzt.

Schon spüre ich, wie die Flammenhitze abnimmt. Ich pflege meine Blessuren, lasse sie durch DEINE sanfte, mich streichelnde Liebe gesunden. DEIN Wind trägt mich fort in eine andere Welt, die mit Hoffnung verbunden ist, eine Welt, in der ich beschützt werde, weil DU nichts Böses zulässt.

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©MER
Foto: pixabay

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2 Gedanken zu „MOMENT 26.22 – Fortgeflogen“

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