MOMENTE

MOMENT 24.22 – Eine Blüte im Herbst

Zart liegst du da auf dem marmorglitzernden Boden im Regensonnenlicht. Herabgeschwebt bist du gestern federleicht mit einer Windbö. Tauschwer erwachtest du heute Morgen auf der windgeschützten Stiege. Deine Farbe Pink hast du behalten, deine feingliedrige Maserung ebenfalls. Du könntest noch länger als Schmuck dienen, du hast nichts von deiner schillernden Schönheit verloren. Nur der Zweig, an dem du hingst, der löste sich von dir, weil es Zeit war.

Da wirst du plötzlich von Menschenhand vom Marmor gefegt, weil Herbst ist.

Aber du weißt … nächstes Frühjahr kommst du wieder…

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Foto: MER

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MOMENT 23.22 – Die Elster

MOMENTE

MOMENT 23.22 – Die Elster

Es regnet. Die Wolken türmen sich in allen möglichen Grauschattierungen auf. Hoch oben wehrt sich ein Sonnenstrahl gegen die Dunstdecke. Wie Feuer präsentiert sich ein Watterand.

Ich stehe am Fenster und lasse mich von dem Lichtspiel am Himmel beeindrucken.

Da landet ein wunderschöner Vogel auf dem hölzernen Balkongeländer. Es ist eine Elster. Sie pickt am Holz herum, scheint es eilig zu haben. Ihr schwarzes Köpfchen bewegt sich unentwegt, hierhin, dorthin und zurück, blitzschnell. Das prächtige Gefieder schillert lautstark in blauen, weißen und schwarzen Tönen.

Mit einem Mal dreht sich die Elster zu mir um. Sie sieht mir direkt mit wackelndem Köpfchen in meine Augen. Hinter ihr am Horizont ist plötzlich gleißendes Licht, die Sonne hat die Wolkendecke erfolgreich durchbrochen. Sie bringt die blauen Federn zum Glitzern. Der aufkommende Wind plustert das Gefieder der Elster auf. Dann dreht sie sich augenblicklich um, öffnet ihre Flügel, lehnt sich in den Wind und lässt sich von ihm in wellenförmigen Bewegungen forttragen.

Schon lange beobachte ich sie und ihre Artgenossen. Sommer wie Winter bewohnen sie die Bäume und das Dach des Hauses auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

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MOMENT 22.22 – Einfach so
MOMENT 24.22 – Eine Blüte im Herbst

Foto: pixabay

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MOMENTE

MOMENT 22.22 – Einfach so

Tun ohne Erklärung. Auch die Natur erklärt sich nicht. Sie wirkt einfach. Materie erklärt sich nicht. Sie ist.

Den eigenen Weg gehen, einfach gehen und tun, was gemäß einer Entscheidung zu tun ist. Machtspiele begleiten, wenn Erklärungen erwartet werden.

Der Drang zu erklären, wurzelt im Bedürfnis, sich zu fügen. Einem Harmoniebedürfnis, das über der Selbstwahrnehmung steht.

Abschied nehmen, wenn es Zeit ist zu gehen, weil Verletzungen zu viel geworden sind. Ohne Erklärung.

Gehen … einfach so …

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MOMENT 21.22 – Fortgegangen

MOMENT 23.22 – Die Elster

MOMENTE

MOMENT 21.22 – Fortgegangen

Starr sitze ich da. Es ist als ob mein Gehirn in einen Nebel eingehüllt ist. Mein Herz ist nur mehr Schmerz. Tränen. Taub ist mein Körper. Ich kann keinen klaren Gedanken fassen.

Ein lieber Mensch ist aus dem Leben gegangen…

Bodenlos, schwankend entschwebe ich der grauen Wirklichkeit.
Fassungslos, traurig versinke ich in schwarzen Seifenblasen.
Grenzenlos, müde denke ich mich in eine irreale Welt.
Substanzlos, sinnentleert verliere ich mich in Gedankenwürmern.

Unaufhaltsam trete ich von einem mit morastenem Schlamm gefüllten Loch ins nächste. Surreal mutet mich dieser Film an.

Deine Kraft ist längst in den Wolken entschwunden,
dort wo du dich immer schon hingedacht hast.

Deiner Liebe gedenke ich für immer…

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MOMENT 20.22 – Zur Ruhe gekommen

MOMENT 22.22 – Einfach so

ACHTSAME TAGE, MOMENTE

MOMENT 20.22 – Zur Ruhe gekommen

Ich genieße gerade den Moment, bin ganz im Hier und Jetzt. Theta-Musik habe ich im Hintergrund und Tee steht auf meinem Tisch. Meine Hände spielen mit Wolle und Nadel. Ganz in mir drinnen bin ich. Und ich fühle mich glücklich. Ich habe die letzten Tage einiges gemacht und bin nun so zufrieden mit dem was ich geschafft habe. Nichts stört meine Entspanntheit.

Eine besondere Gelassenheit hat sich meiner bemächtigt, eine unendliche Ruhe trägt mich durch die Stunden. Die Zeit vergeht, ohne dass es mir leid tut, dass das ein unaufhaltsames Vorübergehen ist.

Ich habe mich sehr zurückgezogen. Nur mit meinen liebsten Freunden und meiner Familie halte ich Kontakt und nur dann, wenn es ein positives Miteinander ist. Behutsam gehe ich durch den Tag, in dem Bewusstsein, dass alles vergänglich ist. Ich berühre den Moment und spüre ihn, lasse ihn dann wieder ziehen und heiße den nächsten Moment willkommen.

Ich bin sehr dankbar, dass ich das spüren darf.

Es haben einige Menschen mitgeholfen, dass es mir so geht, wie es heute ist. Und ich bin ihnen unendlich dankbar, dass sie mir die Hand gereicht haben. Es gibt sie, diese selbstlosen Wesen. Es gibt sie jedoch nur, wenn man ihnen die Tür öffnet.

Ich habe einige Türen geschlossen und so viele haben sich aufgetan. Ich bin reich beschenkt worden…

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Ihr Lieben, ich wünsche einem jeden von Euch solche Momente!
Alles Liebe
Maria

MOMENT 19.22 – Verzeihen

MOMENT 21.22 – Fortgegangen

MOMENTE

MOMENT 19.22 – Verzeihen

Nun habe ich alles schlechte Vergangene in eine Schachtel gepackt und diese symbolisch in der Erde vergraben. Das ist ein Neuanfang, so empfinde ich es. Ich habe innerlich Frieden geschlossen mit allem und jedem und auch mit mir selbst. Eine große Zufriedenheit machte sich da breit, mehr als ich mir jemals gedacht habe, dass möglich ist. Ich habe verziehen.

Jeder kommende Tag ist ein neuer Tag und ich habe die Möglichkeit ihn zu gestalten. Das ist für mich ein kostbarer Schatz. Im Moment ist es da, das Gefühl der Lebenslust.

Ich achte auf mich und schaffe gut alles was zu erledigen ist. Das macht mich sehr zufrieden.

Nun kann ich für die nächste Zeit Aktivitäten planen.

Ich werde im nächsten Jahr eine längere Reise unternehmen, wenn Covid es zulässt. Das kann ich nun von langer Hand vorbereiten. Und daran habe ich viel Spaß und die Vorfreude ist groß.

Meine Achtsamkeitsreise hat sich bewährt und mir schon viele schöne Momente beschert.

Ich werde auf diesem symbolischen und auch auf dem buchstäblichen Weg weiterreisen…

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Ihr Lieben, ich wünsche Euch einen schönen Sommertag, und dass dieser möglichst Euren Vorstellungen entspricht!
Alles Liebe von Eurer
Maria

MOMENT 18.22 – Liebe und Frieden

MOMENT 20.22 – Zur Ruhe gekommen

MOMENTE

MOMENT 18.22 – Liebe und Frieden

Hallo Ihr Lieben!

Da bin ich wieder. Und ich bin wieder in meiner Mitte. Da das oft nicht so lange andauert, werde ich es in vollen Zügen genießen.

Ich habe nun auch im Sinne meiner Achtsamkeitsreise eine Entscheidung getroffen, was meine Vergangenheit betrifft: Alles was mir so passiert ist oder von anderen Menschen „angetan“ worden ist, habe ich symbolisch in eine Schachtel gelegt und vergraben. Ich habe allen Menschen verziehen. Ein Grund dafür ist zB ich habe auch schon viele Fehler gemacht, die ich nicht mehr rückgängig machen kann. Und ein zweiter Grund ist, ich will ein verbindender Mensch sein, kein entzweiender.

Mir dienen drei Grundsätze in meinem Leben, denen ich gerecht werden möchte:

  1. Ehrlichkeit und Wahrheit
    Das heißt, wenn es darum geht ehrlich zu sein, sage ich auch die ungeschönte Wahrheit, auch wenn das manchmal unangenehm ist.
  2. Liebe leben
    Damit meine ich eine Liebe, die sich durch Taten ausdrückt und nicht nur durch Worte.
  3. Frieden stiften
    Ich versuche eine Friedensstifterin zu sein und konzentriere mich auf verbindende Elemente.

Konkret heißt das, dass ich mit allen Menschen, die in meinem Leben eine Rolle spielen, und vor allem mit meiner Familie einen guten Kontakt haben möchte, trotz Meinungsverschiedenheiten die sich so dann und wann naturgemäß ergeben. Und wer damit nicht umgehen kann … ja … das liegt dann nicht bei mir. Menschen lassen sich nicht ändern, das können sie nur selbst tun.

Aus all diesen Gründen habe ich auch meinen zweiten Blog gelöscht. Ich habe bemerkt, dass wenn ich die Vergangenheit wieder aufleben lasse, das nicht gut für mich ist. Abgesehen davon, ist mir ein zweiter Blog einfach zu viel. Ich dachte, so eine Aktivität wäre richtig für mich, ist es aber nicht.

Ich will für mich friedlich leben, soweit es von mir abhängt und mit all meinen Kräften die tätige Liebe leben.

Ich wünsche Euch allen da draußen Frieden und viel Liebe in Eurem Leben.
Alles Liebe von Eurer
Maria

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MOMENT 17.22 – Auszeit von mir selbst

MOMENT 19.22 – Verzeihen

MOMENTE

MOMENT 17.22 – Auszeit von mir selbst

Ich geh dann mal auf Urlaub. Ich brauche eine Auszeit von mir selbst. Irgendwie ist mir danach, nach meiner Temporeduktion.

Ich habe wieder einmal zu viel gewollt, und das gleichzeitig. Wieder einmal habe ich so getan, als wäre ich ein gesunder Mensch. Aber die Wirklichkeit hat mich so was von eingeholt. Jetzt gilt es auszuruhen. Ich habe mir sehr viel Ruhe verordnet. Und das gibt mir ein gutes Gefühl.

Nächste Woche muss ich wegen eines kleinen Eingriffes in die Klinik. Dafür brauche ich Kraft. Und deshalb gehe ich jetzt mal drei Schritte zurück, um mich wieder zu finden.

Ich erinnere mich grade wieder an mein MINUTEN-ZEITLUPEN-SPIEL. Das werde ich jetzt in ein SEKUNDEN-ZEITLUPEN-SPIEL umwandeln. Jede Sekunde, die verstreicht nehme ich wahr. Ich fühle mein Blut durch die Adern fließen, fühle den regelmäßigen Herzschlag. Sekunde um Sekunde verstreicht. Ich schließe die Augen. Mein Atem verlangsamt sich. Ich senke leicht meinen Kopf. Mein Nacken entspannt sich. Mein Atem wird immer langsamer. Meine Finger gleiten sanft über die Tastatur, während ich das hier schreibe. Mehr und mehr komme ich zur Ruhe.

Nun bleibe ich so lange wie möglich in diesem Zustand…

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…so hat Bloggen für mich etwas Meditatives… 😉
Ich wünsche euch allen da draußen auch solche Momente des Zur-Ruhe-Kommens.
Alles Liebe von Eurer
Maria

MOMENT 16.22 – Temporeduktion

MOMENT 18.22 – Liebe und Frieden

MOMENTE

MOMENT 16.22 – Temporeduktion

Nun, meine Müdigkeit wich einem enormen Tatendrang. Dieser Tatendrang hatte mich die letzten Tage wieder fest im Griff. Wobei es nur ein Drang war, wirklich was zuwege brachte ich eigentlich nicht. Ich mag diese Phasen nicht.

Gestern habe ich bewusst Tempo rausgenommen. Und es ging mir besser. Besonders bei meinem Gedankenkreisen habe ich die Geschwindigkeit bewusst reduziert. Das war nicht leicht, auf das Gedankenrad Einfluss zu nehmen. Aber mit einiger Konsequenz ein paar Stunden hindurch, merkte ich eine Erleichterung.

Ich verbot mir, etwas tun zu wollen. Das einzige Wollen, das ich mir erlaubte, war, die Seele baumeln zu lassen…

Nun konnte ich heute endlich wieder einen normalen Tag erleben. Ich habe aber bewusst nicht viel hineingepackt in diesen Tag. Ich erlaubte mir nur, meinem Hobby, dem Kerzenverzieren nachzugehen. Und dabei ist ein ganz schönes Werk entstanden (alles aus Wachs):

So, nun wünsche ich Euch allen eine geruhsame Nacht,
mit viel Langsamkeit und Temporeduktion für den morgigen Tag.
Alles Liebe von Eurer
Maria

MOMENT 15.22 – Müdigkeit

MOMENT 17.22 – Auszeit von mir selbst

MOMENTE

MOMENT 15.22 – Müdigkeit

Nun … es ist wieder einmal die Luft draußen. Ich war sehr aktiv in den letzten Wochen und jetzt? … Nur mehr die Müdigkeit ist im Vordergrund. Die Tage ziehen sich schleppend dahin, ich weiß nichts mit mir anzufangen. Alle meine Projekte warten darauf, gepflegt zu werden. Aber ich kann zurzeit dem nicht gerecht werden.

Gut, dass ich weiß, dass sich das wieder ändern wird.

Aber irgendwie ist in meinem Inneren so ein zäh flüssiges Etwas, das meine Eingeweide verklebt. Ein flaues Gefühl in der Magengegend, ein schlechtes Gewissen für alles was nicht der Norm entspricht.

Jeden Morgen denke ich, heute wird es anders und bin bitter enttäuscht, wenn es nicht so ist.

Wenigstens habe ich die Sprache wieder gefunden, das ist schon etwas. Die Sprachlosigkeit der letzten Tage drückte auf mein Gemüt und ließ mich in meinem Morast zurück.

Aber, es wird sich wieder ändern … früher oder später…
Ich sollte die Müdigkeit einfach annehmen…

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Ich wünsche Euch allen da draußen einen schönen Sonntagsbeginn,
mit viel Frische und Tatendrang, oder einfach mit viel Muse zum Relaxen.
Alles Liebe von Eurer müden
Maria

MOMENT 14.22 – Der Postkartentext

MOMENT 16.22 – Temporeduktion

Foto: pixabay