WENIGE WORTE

WENIGE WORTE 6.22 – . . .

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Schnell waschen
schnell essen
schnell trinken
schnell fahren
schnell denken
schnell handeln
schnell einkaufen
schnell fahren
zu schnell
an den Baum gefahren
sein Leben
war zu schnell
tot
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Langsam waschen
langsam essen
langsam trinken
langsam gehen
langsam denken
langsam handeln
langsam einkaufen
langsam gehen
zu langsam
ausgespuckt aus der Gesellschaft
ihr Leben
war zu langsam
lebt
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WENIGE WORTE 5.22 – Ausgerutscht

WENIGE WORTE 7.22 – Wie oft noch?

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MOMENTE

MOMENT 22.22 – Einfach so

Tun ohne Erklärung. Auch die Natur erklärt sich nicht. Sie wirkt einfach. Materie erklärt sich nicht. Sie ist.

Den eigenen Weg gehen, einfach gehen und tun, was gemäß einer Entscheidung zu tun ist. Machtspiele begleiten, wenn Erklärungen erwartet werden.

Der Drang zu erklären, wurzelt im Bedürfnis, sich zu fügen. Einem Harmoniebedürfnis, das über der Selbstwahrnehmung steht.

Abschied nehmen, wenn es Zeit ist zu gehen, weil Verletzungen zu viel geworden sind. Ohne Erklärung.

Gehen … einfach so …

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MOMENT 21.22 – Fortgegangen

MOMENT 23.22 – Die Elster

COUCH-GESCHICHTEN, MUSIK

COUCH-GESCHICHTEN 22.22 – Besondere Musik

Es ist Nacht. Stille um mich herum. Nur der Ventilator rauscht. Meinen Laptop auf meinen Knien. Licht nur vom Bildschirm.

Besondere Musik im Ohr.

Ganz zart schmiegen sich die Töne heran. Wie Tischtennisbälle die leise von Saite zu Saite hüpfen. Dann fließen sanfte Laute wie Nieselregen an einem Rosenstängel entlang, um dann anschwellend sich in einem Sternenregen zu ergießen.

Ich lausche gebannt.

Eine neue Notenfolge hebt sich fein aus einem Nebel heraus und schwebt dem Himmel zu. Sie bildet eine weiße Wolke. Ein Orchester nimmt diese Laute an der Hand und trägt sie begleitend durch die Nacht.

Fast schon endet das Lied in einer Stille, doch wiederholen sich nun zum Abschluss die zarten Töne vom Beginn. Sie bäumt sich nochmals auf, die Klangwolke, um sich dann auszustrecken und in einem glitzernden Fluss zu versiegen.

Meine Seele versiegt mit…

COUCH-GESCHICHTEN

COUCH-GESCHICHTEN 21.22 – Der Irrweg

Sie stand damals an einer Weggabelung und entschied sich für den linken Weg.
Er war link.
Der rechte Weg wäre
recht gewesen.

Aber sie traf diese Entscheidung.

Und diese Entscheidung bescherte ihr scheinbare Unbeschwertheit und Leichtigkeit, sodass sie nicht darauf achtete, wie ihre eigentlichen Werte mit den Füßen getreten wurden. Werte wie Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Geduld, Frieden und Liebe. Eine vermeintliche Freundschaft ließ sie in dem Glauben, diese sei echt. Sie hatte es versäumt, genau hinzusehen und hat sich forttragen lassen von süßem Lob und ihrer eigenen Harmoniesucht.

Einmal war sie schon sehr nachdenklich, als sie merkte, dass dieser Freund genau das Gegenteil sagte von dem, was er ihr früher gesagt hatte. Aber sie beruhigte sich mit dem Gedanken oder Glauben, dass Menschen sich ändern können.

Nun steht sie neuerlich an einer Weggabelung, einer Querstraße, die eine Richtung ist genau entgegengesetzt zur anderen. Die Entscheidung ist schwierig, aber die Erfahrung lehrt sie, Links als link zu sehen und Rechts als recht.

Dieses Mal entscheidet sie sich für Rechts.

Sie beginnt diesen Weg zu gehen und erkennt die fatalen Folgen des linken Weges, den sie gegangen war. Und da ist sie traurig über ihre Naivität. Einen Irrweg des Denkens hatte sie damals eingeschlagen.

Sie weiß, dass sie die Folgen der falschen Entscheidung tragen muss…

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COUCH-GESCHICHTEN 20.22 – Das Wortblumengeschenk

MOMENTE

MOMENT 21.22 – Fortgegangen

Starr sitze ich da. Es ist als ob mein Gehirn in einen Nebel eingehüllt ist. Mein Herz ist nur mehr Schmerz. Tränen. Taub ist mein Körper. Ich kann keinen klaren Gedanken fassen.

Ein lieber Mensch ist aus dem Leben gegangen…

Bodenlos, schwankend entschwebe ich der grauen Wirklichkeit.
Fassungslos, traurig versinke ich in schwarzen Seifenblasen.
Grenzenlos, müde denke ich mich in eine irreale Welt.
Substanzlos, sinnentleert verliere ich mich in Gedankenwürmern.

Unaufhaltsam trete ich von einem mit morastenem Schlamm gefüllten Loch ins nächste. Surreal mutet mich dieser Film an.

Deine Kraft ist längst in den Wolken entschwunden,
dort wo du dich immer schon hingedacht hast.

Deiner Liebe gedenke ich für immer…

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MOMENT 20.22 – Zur Ruhe gekommen

MOMENT 22.22 – Einfach so

COUCH-GESCHICHTEN

COUCH-GESCHICHTEN 20.22 – Das Wortblumengeschenk

Ein wunderschöner Herbsttag war das letztes Jahr. Ich war draußen. Sie taten gut, die tieferen Temperaturen, nach dem heißen Sommer. Die Blätter an den Bäumen und am Boden spielten mit ihrer Farbenpracht, die durch das Glitzern des Morgentaus noch verstärkt wurde. Vom tiefen Rot bis zum prächtigen Gelb hin zum schwachen Grün – so präsentierte sich die Natur von ihrer schönsten Seite. Meine Lieblingsjahreszeit.

Ich nenne es die „reife“ Jahreszeit. Wenn man das Jahr mit einem Lebensalter vergleicht, ist der Herbst jene Zeit wo schon die turbulenten Lebensjahre vorbei sind. Die Frucht ist gereift. Alles was ein Mensch bis zu diesem Zeitpunkt gelernt hat, kann schon als Ertrag genossen werden. Die Gedanken und das Verhalten sind nicht mehr unbeholfen, wie oft im Frühling. Gedanken werden von viel Erfahrung geformt. Und das Ergebnis sind manchmal wunderschöne Gespräche mit Gleichgesinnten.

Ich hatte solche „Herbstgespräche“ diesen Sommer über. Vier Wochen lang durfte ich bei meiner Mutti in der Türkei verbringen. Wir, Mutti und ich, konnten uns wieder einmal so richtig ausgiebig unterhalten, so von Angesicht zu Angesicht, ohne Ablenkung. Wir haben über kleine Dinge gesprochen. Dann haben wir auch große Steine gewälzt und sind auch traurig gewesen. Dann haben wir wieder bei lieblichen Gedanken verweilt und uns gemeinsam daran erfreut. Und unsere Liebespflanze zueinander ist wieder ein Stück gewachsen, durch liebevolle Worte und ebensolches Zuhören. Eine ganz besondere Blume ist dabei entstanden. Es ist eigentlich eine Wortblume und sie wuchs aus dem Herzen meiner Mutti.

Diese Wortblume hatte folgenden Inhalt:

„Du hast meine Falten geglättet“.

Und diese Blume hat sie mir geschenkt. Große Freudentränen kullern jetzt noch über mein Gesicht ob der wärmenden Liebe, die sie in mir erzeugt.

Liebste Mutti – ich möchte dir auch so eine Wortblume schenken, doch merke ich, dass dieses Gewächs in mir noch fehlt. Also werde ich deine Blume nehmen und sie fest in mir verpflanzen, damit solche Blumen mehr werden und vielleicht auch mal aus mir herauswachsen. Danke für deine Liebe, mein Mütterlein!

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Ich habe diesen Beitrag schon einmal auf einem früheren Blog von mir veröffentlicht. Ich erinnere mich immer wieder mit tiefer Wärme an die Worte meiner Mutter. Nächstes Jahr, im Mai, werde ich wieder zu ihr reisen und wir werden wieder intensive Gespräche haben, ich freue mich schon jetzt sehr darauf.

Ihr Lieben, ich wünsche Euch auch solche Wortblumengeschenke, oder vielleicht verschenkt ihr welche.
Alles Liebe von Eurer
Maria

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COUCH-GESCHICHTEN 19.22 – Das erste Mal

COUCH-GESCHICHTEN 21.22 – Der Irrweg

WENIGE WORTE

WENIGE WORTE 3.22 – Ich sehe DICH

Ich hab DICH nicht gesehen,
ich glaube, ich seh DICH jetzt.
Ich bin nicht blind.

Ich seh DICH in der Schöpfung,
ich seh DICH in den Blumen,
ich seh DICH in den Bäumen,
ich seh DICH in den Vögeln.

DU zeigst DICH mir,
zeigst mir DEINE Welt.

Ich lese DICH in einem Buch,
ich spüre DICH wenn ich zu DIR spreche,
ich nehme DICH wahr…
… erst seit kurzem wieder …

Schön, dass ich DICH sehen darf.

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WENIGE WORTE 2.22 – Allgedanken

WENIGE WORTE 4.22 – Unheil

WENIGE WORTE

WENIGE WORTE 2.22 – Allgedanken

Ich frage das Universum:
Gibt es DICH, DICH, höheres Wesen?
Ich frage das Universum:
Ist da jemand, der mich wahrnimmt?

Wenn es DICH gibt,
warum sehe ich DICH nicht?

Ich frage das Universum:
Bin ich nicht nur ein Staubkorn in dir?
Ich frage das Universum:
Warum ist das Leben endlich?

Wenn es DICH gibt,
warum zeigst DU DICH nicht?

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WENIGE WORTE 1.22 – Ohne

WENIGE WORTE 3.22 – Ich sehe DICH