MOMENTE

MOMENT 18.21 – Schweigen

Schweigen.
Was ist das für mich?
Nichts sagen, nicht hörbar sein …
… so wird es definiert.

Es gibt ein Schweigen, das ich kaum aushalten kann. Dann, wenn eine Diskussion aus dem Ruder läuft und hin und zurück geredet wird, es geht hin und her und plötzlich Stille, niemand sagt mehr ein Wort. Da kann die Stille ohrenbetäubend sein.

Ein anderes Schweigen, wenn Kinder, vertieft in ihr Spiel, kein Wort sagen und ich dieses Spiel beobachten darf. Da will ich durch Schweigen das Spiel nicht stören.

Wieder ein anderes Schweigen finde ich allein im Wald, wenn der Schnee lautlos vom Himmel heruntersinkt. Es knackt zwar hier und da, aber meine Stimme will sich nicht darüber erheben. Und ich lausche.

Schweigen im eigenen Heim. Der Geschirrspüler läuft, die Waschmaschine dreht ihre Runden und ich stricke an meinem Pullover. Stille und Schweigen umgeben mich.

Oder plötzlich keine Nachricht mehr auf WhatsApp nach einer grundtiefen Meinungsverschiedenheit. Langes Schweigen. … Er gibt mir die Zeit, mit den getippten Worten klar zu kommen. Ich besinne mich auf Dinge, die wirklich Wert haben.

Schweigen, nichts sagen, … sagt oft mehr als tausend Worte…

Wann schweigst du?

…..

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Ihr Lieben, ich wünsche euch positive schweigsame iSv besinnliche Momente.
Alles Liebe von Eurer
Maria

MOMENT 17.21 – Musik in meinen Ohren

MOMENTE

MOMENT 15.21 – Stehen geblieben

Nun ist es so weit. Ich bin endlich stehen geblieben. Etwas trieb mich immer vorwärts. Es war der Druck, Leistung zu erbringen. Aber nun … ist Stille und Ruhe eingekehrt. Ich begegne mir selbst … so wie ich bin. Eine Entspannung ist spürbar bis in die letzte Zelle.

Wie ist das gelungen?

Ein Buch hat mich darauf gebracht. Es ist das Buch Der Weg der Kaiserin von den Autorinnen Christine Li und Ulja Krautwald, eine Art chinesischer „Machiavelli für Frauen“, so steht es zumindest auf der Buchrückseite.

Ich habe erst die Hälfte davon gelesen, aber diese eine Hälfte hat bereits einen beeindruckenden Abdruck bei mir hinterlassen. So habe ich gestern mit Meditation begonnen. Eine App hilft mir dabei. Auch den heutigen Tag habe ich mit einer geführten Entspannung begonnen.

Auch habe ich mir einen Anker geschaffen, der mich an das „Auf-Mich-Selbst-Besinnen“ erinnert. Es ist ein Frosch, der mich, immer wenn ich ihn anblicke, auffordert, zur Ruhe zu kommen, eine Pause einzulegen.

Das Ergebnis dieser Neuerungen:

Ich fühle mich auf eine seltsame Weise in mir ruhend und ich höre die Stille. Das ist ein wunderbares Gefühl. Es ist Ausgeglichenheit, die sich breit macht. Ein eher seltenes Gefühl für einen Menschen mit einer bipolaren Störung. Ich erahne hier einen gangbaren Weg für mich, der an Lebensintensität reich ist.


Ich wünsche euch auch solche positiven Erfahrungen.
Sie entpuppen sich als Lebenselexier.
Alles Liebe von Eurer
Maria

MOMENT 14.21 – neugierig

MOMENT 16.21 – Absturz abgewendet

ACHTSAME TAGE

ACHTSAMER TAG 16/365 – Der Moment

Das Achtsamkeitstraining macht sich bemerkbar. Ich lebe zunehmend im Moment.

Jetzt lebe ich den Moment und genieße den Akt des Schreibens und Denkens. Und im nächsten Moment bin ich auch noch beim Akt des Schreibens und Denkens. So reiht sich Moment an Moment an Moment, eine intensive Lebensphase ergibt sich daraus.

Ich bin mir bewusst, dass ich im Moment lebe und denke nicht an das Vorher und Nachher. Eine tiefe befriedigende Zeit erlebe ich im Jetzt…

 


ACHTSAMER TAG 15/365 – Schaffenspause

ACHTSAMER TAG 1.20 – Gleichgewicht


 

ACHTSAME TAGE

ACHTSAMER TAG 14/365 – Anfänger-Geist

Jon Kabat-Zinn beschreibt im ersten Kapitel seines Buches Achtsamkeit für Anfänger den Anfänger-Geist.

Er zitiert Suzuki Roshi, den japanischen Zen-Meister:

Im Anfänger-Geist gibt es viele Möglichkeiten, aber im Geist des Experten nur wenige.

Ich baue grade die Achtsamkeit in mein Leben ein und fühle diesen Anfänger-Geist.

Jon Kabat-Zinn schreibt:

Anfänger begegnen neuen Erfahrungen mit weniger vorgefasstem Wissen, deshalb sind sie offener. Diese Offenheit ist sehr kreativ. … Die Kunst besteht darin, sie niemals zu verlieren.

Ich habe mir in meinem Leben dieses Anfänger-Sein bewahrt. Es hat mir schon viel über Depressionen hinweg geholfen. Indem ich Anfänger bin, kann ich die Welt neu entdecken. Ich tu einfach so, als würde ich viele Dinge zum ersten Mal sehen oder erfahren. Untrennbar damit verbunden ist eine unbändige Freude, die mich erfasst, beim neu Entdecken meiner Umwelt.

 

Quelle: Jon Kabat-Zinn, Achtsamkeit für Anfänger, 2014.

 


ACHTSAMER TAG 13/365 – Auf dem Friedhof

ACHTSAMER TAG 15/365 – Schaffenspause


 

ACHTSAME TAGE

ACHTSAMER TAG 13/365 – Auf dem Friedhof

Dieser Beitrag ist Teil der Blog-Aktion: Friedhofspaziergang des Totenhemd-Blogs von Annegret und Petra.

Vorletzte Woche am Donnerstag besuchte ich unseren Salzburger Kommunalfriedhof. Es war wunderschönes Wetter und ich war guter Dinge. Ich hatte genügend Kraft, um dort hin zu fahren. Es ergaben sich einige sehr schöne Bilder, die ich mit dem Handy aufgenommen habe.

Die Stille dort nahm mich sofort in ihren Bann. Es war, als ob ich die herbstlichen Blätter fallen hören konnte. Zwei Amseln vergnügten sich im Gebüsch eines Grabes und holten sich dort ihr Futter. Das anzusehen war eine wunderbare Gelegenheit, sich der Natur bewusst zu werden und in die Achtsamkeit einzutauchen.

Ich setzte mich auf eine Bank und begann mich in die Stille zu versenken. Ganz war ich da, im Moment. Ein leichter Wind strich um meine Wangen. Ich spürte meinen Füßen auf dem Wiesenboden nach und mir wurde bewusst, wie verwurzelt ich schon war in dieser Stadt. Ich fühlte mich richtig heimelig. Die Sonne wärmte mich. Ein wunderbarer Moment…

Da störte ein Motorengeräusch meine Stille. Es kam näher. Ein Traktor mit Anhänger auf dem junge Bäume geladen waren näherte sich mir. Na so was, ich freute mich, durfte ich doch zusehen, wie ein so junges Wesen gepflanzt wurde…

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Der Salzburger Kommunalfriedhof wurde 1879 eröffnet und ist mit cirka 20.000 Grabstellen der größte Friedhof der Stadt sowie des Bundeslandes Salzburgs. Der Friedhof verfügt über eine Fläche von 25 ha und dient vielen Salzburgern auch als Naherholungsgebiet. Neben den Grabanlagen finden sich am Friedhof auch ein anonymes Urnenfeld, Kriegsgräberanlagen, ein niederländischer Soldatenfriedhof, eine Anlage mit Ehrengräbern und ein moslemischer Friedhof.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Salzburger_Kommunalfriedhof

 


ACHTSAMER TAG 12/365 – Alles zerrinnt

ACHTSAMER TAG 14/365 – Anfänger-Geist


 

ACHTSAME TAGE

ACHTSAMER TAG 9/365 – Langeweile

Langeweile ist ein böses Kraut – aber auch eine Würze, die viel verdaut.
(Goethe)

Langeweile als böses Kraut, in dessen Fängen ich grade sitze, so meine ich, sollte mich laut meinem schlauen Buch „Achtsamkeit für Dummies“ neugierig machen. Es heißt da auf Seite 179:

Interessieren Sie sich für Ihre Langeweile. Begegnen Sie Ihrer Langeweile mit Neugier…

An anderer Stelle auf derselben Seite heißt es:

Wenn Sie während der Meditation Langeweile empfinden, sind Sie nicht wirklich achtsam.

Huch! Das habe ich jetzt so nicht gebraucht. Ich dachte eigentlich, dass ich schon recht achtsam sei… so direkt wollte ich das eigentlich nicht wissen…

Nun gut, ich setze meine Neugier auf und frage:

Was ist eigentlich Langeweile?

Wikipedia beschreibt das so:

Langeweile, auch (österr.) Fadesse oder (franz.) Ennui …, ist das unwohle, unangenehme Gefühl, das durch erzwungenes Nichtstun hervorgerufen wird oder bei einer als monoton oder unterfordernd empfundenen Tätigkeit aufkommen kann…

In diesem Artikel finde ich auch die Worte des rumänischen Philosophen Emil Cioran, der in einem Interview unter anderem folgendes sagte:

…Auf dem Gipfel der Langeweile erfährt man den Sinn des Nichts…

Das Zitat gefällt mir gut.

In meinem schlauen Buch steht auch, dass es sehr interessant sein kann, Langeweile zu beobachten. Wenn Langeweile hochkommt, werden Gedanken und Gefühle sichtbar, die mein Leben beherrschen können, ohne dass ich es bemerke. Derartige Gefühle oder Gedanken solle ich mir bewusst machen.

Da fällt mir ein, dass ich mich im Moment einfach nicht entscheiden kann, in welche Richtung ich meine Interessen ausbauen soll oder will. Ich lese sehr gerne und es hat sich schon ein beträchtlicher SuB aufgebaut.

Je mehr ich über meine Interessen nachdenke, desto mehr wird mir bewusst, dass ich hier Entscheidungen treffen muss.

Oder vielleicht sollte ich mich einfach mal für EIN Buch entscheiden und nicht fünf nebeneinander lesen…

 

 

Quellen:

1 Shamash Alidina, Achtsamkeit für Dummies, 2011 (ISBN 9783527707126).

2 https://www.wiwo.de/erfolg/trends/psychologie-der-sinn-der-langeweile/9025334.html

3 https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/langeweile/8514

4 https://de.wikipedia.org/wiki/Langeweile

 


ACHTSAMER TAG 8/365 – Jetzt

ACHTSAMER TAG 10/365 – Zwei Seelen


 

 

ACHTSAME TAGE

ACHTSAMER TAG 6/365 – Chamäleon

Ich übe derzeit das Bei-Mir-Sein, wenn ich in Gesellschaft bin. Das ist gar nicht so einfach. Wenn ich in der Nähe eines Menschen bin, ist meine ganze Aufmerksamkeit sofort bei diesem Menschen. Wie ein Chamäleon taste ich mein Gegenüber ab, nehme dessen „Farbe“ an und versuche zu erkennen und zu erfühlen, was diesem Menschen gut tut bzw was ich dazu beitragen kann, dass er sich gut fühlt.

Meine Schwester sagt von mir, dass ich mit den Menschen so enorm mitschwinge.

Dabei vergesse ich meine Person fast völlig.

Ich merke dann nicht, wie sich mein Energie- oder Krafthaushalt verändert. Erst wenn mein Körper schon richtig Alarm schreit, indem er mir die Konzentration komplett entzieht, merke ich, wie es um mich steht. Dies macht sich dann oft durch richtige Blackouts bemerkbar.

Bisher war das so.

Ab jetzt verändere ich das. Ab sofort werde ich in Gesprächen meine Aufmerksamkeit auch auf mich lenken.

Das heißt für mich, ich muss meine Aufmerksamkeit aufteilen.
Allerdings, das Verhältnis muss ich erst herausfinden…

 


ACHTSAMER TAG 5/365 – Das Vögelchen

ACHTSAMER TAG 7/365 – Sitzmeditation


 

ACHTSAME TAGE

ACHTSAMER TAG 5/365 – Das Vögelchen

Ich gehe den Gehsteig entlang. Abrupt muss ich stehen bleiben.

Ein kleines Vögelchen hüpft zwischen zwei Autos hervor mit Futter im Schnabel. Als es kurz in meine Richtung blickt, fällt ihm das Futter aus dem Schnabel. Blitzschnell hebt es den Brocken wieder auf, hüpft ein bisschen weiter, hebt plötzlich ab, fliegt in Richtung Gebüsch, findet schnell keinen Landeplatz, fliegt zurück und noch einmal in das Gebüsch. Endlich den rettenden Eingang gefunden sitzt es da auf einem Zweig. Als ich zwischen die Blätter gucke, lugt es mich mit großen Augen an, total verdattert.

Langsam trete ich zurück, um es nicht noch mehr zu erschrecken…

 

 


ACHTSAMER TAG 4/365 – Meine einfühlsame Familie

ACHTSAMER TAG 6/365 – Chamäleon


 

ACHTSAME TAGE

ACHTSAMER TAG 3/365 – Achtsames Schreiben

20191026_schreibfluss_hand_tastaturLange sitze ich vor meinem Bildschirm und versuche zu schreiben… Worüber? … Ja, weiß schon, Achtsamkeit war das Thema. Wie lässt sich Achtsamkeit mit dem Schreiben in Verbindung bringen?

Ich soll mich dabei nicht überanstrengen, wäre ein erstes Ziel. Kostet Schreiben denn viel Energie? Ja und nein.

Wenn es um meine Lieblingsthemen geht, wie eine Situation oder einen Vorfall zu beschreiben, dann eher wenig. Ich mache immer wieder Pausen zwischen den Zeilen, lege meinen Kopf zurück und atme tief durch.

Wenn ich mir vornehme über Themen zu schreiben, wie jetzt zB über das Achtsame Schreiben sieht die Sache schon ganz anders aus. Ich bin versucht mir Informationen über Achtsames Schreiben zu holen, was den Energieverbrauch sprunghaft ansteigen lässt. Aber, nein, das will ich nicht.

Ich will vorerst einmal unvoreingenommen über ein Thema schreiben, das mich beschäftigt. … Nein, ich will nicht das Rad neu erfinden, will VORERST einmal schreiben, was aus meinem Inneren dazu raus kommt.

Hineinhorchen in mich und dann das bemerken was da ist … es muss nicht hoch geistig oder wissenschaftlich sein. Einfach nur die Schlichtheit und Einfachheit eines einzelnen Menschen zulassen ohne zu bewerten, ohne mein Inneres zu bewerten. Ja … das will ich.

ICH möchte beim Schreiben Erfühltes in Worte fassen, möchte beschreiben, was in mir vorgeht, wenn ich mich an ein Thema heran mache.

Dann ist da der Genuss … die Worte fließen aus meinem Gehirn in meine Hände, vor bis zu den Fingerspitzen und werden sichtbar auf dem Bildschirm durch Drücken der verschiedenen Buchstabentasten. Ich fühle Magie in meinem ganzen Körper. Da ist er, der Schreibfluss…

Dies ist für mich der Anfang einer Detailreise … ich werde später dieses Thema wieder aufgreifen…


ACHTSAMER TAG 2/365 – Erster Spaziergang

ACHTSAMER TAG 4/365 – Meine einfühlsame Familie