MOMENTE

MOMENT 11.21 – Dankbar

Hallo Ihr Lieben!

Es ist Nacht und es ist still. Nichts, aber auch gar nichts ist zu hören, außer mein Klappern auf der Tastatur und das leise Surren des Laptops.

Ich habe gestern Nachmittag geschlafen, da wundert es mich nicht, dass ich nächtens keinen Schlaf finde. Aber das ist gut so. Ich bin am Boden. Weder segle ich in luftigen Höhen noch bin ich im Tal tiefen Schattens, einfach ausgeglichen. Das sind seltene Momente im Leben mit einer bipolaren Störung.

Darum möchte ich diesen Moment würdigen, und bin dankbar dafür. Es zeigt mir, dass auf das Dunkel immer wieder Licht folgt. Auf Regen folgt Sonnenschein. Das möchte ich mitnehmen für Zeiten in der Finsternis, die Zuversicht, dass es immer wieder ein Auf nach einem Ab gibt.

Außer dem bin ich sehr dankbar für einen Menschen, den ich im letzten halben Jahr ein wenig näher kennenlernen durfte und der mein Leben sehr bereichert.

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Schlaft schön und verbringt einen wunderschönen Morgen Ihr Lieben!
Das wünscht Euch Eure
Maria

MOMENT 10.21 – Keine Worte

MOMENT 12.21 – Erinnerung

ACHTSAME TAGE

ACHTSAMER TAG 15/365 – Schaffenspause

Ja, eine Schaffenspause, das mache ich grade. Ich orientiere mich im Moment neu. Ich hinterfrage Vorgefasstes, hebe das was zuunterst ist nach oben um dem was im Jetzt da ist einen geringeren Stellenwert zu geben. Es ist überhaupt so, dass ich mich nicht mehr so wichtig nehme, da fällt vieles leichter. Das heißt nicht, dass ich mich vernachlässige, im Gegenteil, damit komme ich meinem Selbst wieder ein Stückchen näher.

Ich nehme die Dinge nicht mehr tragisch. Mit vielen Dingen habe ich Frieden geschlossen, so auch mit meiner Krankheit. Ich versuche sogar schon ein wenig dankbar zu sein für die Lebensveränderung, die dadurch passiert ist.

Ja, ich mache Pause vom Schaffen. Ich lasse mich treiben, schaue mal hier hin mal dort hin. Fast alle meine Projekte ruhen zur Zeit. Dieses Neu-Orientieren macht mir viel Freude, gibt es mir doch einen anderen Blickwinkel auf das bisher Gemachte.

 


ACHTSAMER TAG 14/365 – Anfänger-Geist

ACHTSAMER TAG 16/365 – Der Moment


 

ACHTSAME TAGE

ACHTSAMER TAG 4/365 – Meine einfühlsame Familie

Um zehn Uhr vormittags haben sie sich angesagt, meine Eltern und mein Bruder. Es ist ein wenig später geworden, was mir nichts ausmacht. So habe ich noch ein bisschen Zeit noch etwas Energie zu tanken.

Mein Körper hat gestern einen kleinen Rückschlag hinnehmen müssen. Ein schlaffes Gefühl in Armen und Beinen hat sich eingeschlichen. Kraftlosigkeit hat sich wieder ausgebreitet in meinen Gliedern.

Als sie ankommen, fragen sie mich, ob ich mit ihnen Essen gehen will. Sie würden mich einladen zum Chinesen. Mein Bruder schaut mich an und sagt: „Oder ist dir das im Moment zu viel?“ Dankbar für seine achtsame Beobachtungsgabe bejahe ich die Frage. Der Vorschlag, der eher eine Feststellung war, kommt sofort: „Dann gehen wir Essen und bringen dir was vom Restaurant mit.“

Sie bringen mir ein wundervolles Essen mit, Hühnerfleisch mit Bambussprossen und Brokkoli samt Reis. Und die Restaurantleiterin, Lilly, gab noch gebackene Bananen mit Honig dazu, als Gruß an mich. Sie hatte sich erkundigt, wie es mir gehe. Schön finde ich das, warm wird mir ums Herz. Mein Bruder isst oft bei Lilly, doch ich habe ihn erst zwei Mal begleitet. Sehr aufmerksam von Lilly, nach mir zu fragen.

Dann trinken wir noch Kaffee, den mein Bruder zubereitet. Nach einem sehr netten Gespräch über Ernährung und einem Buch über Natron verabschieden sie sich wieder, damit ich mich nicht überanstrenge, wie sie meinen.

Sehr einfühlsam und achtsam, meine Familie.

Eine tiefe Dankbarkeit dafür erfüllt mich.

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Ich wünsche euch einen schönen, sonnigen und einfühlsamen Restsonntag!
Alles Liebe von Eurer
Maria


ACHTSAMER TAG 3/365 – Achtsames Schreiben

ACHTSAMER TAG 5/365 – Das Vögelchen