MOMENTE

MOMENT 3.21 – verlorene Zeit

Während sie so liest und dazwischen ihre Gedanken auf die Reise gehen, wird ihr plötzlich bewusst, wieviel Zeit sie verloren hat.

Es gab mal eine Zeit, da hatte sie das Gefühl nicht, die Zeit zu verlieren. Es war die Abendschulzeit, viereinhalb Jahre stetiges abendliches Lernen. Es war die Zeit des Entdeckens, eine Zeit des Aufbruchs. Gerade jetzt hat sie dieses Gefühl des Entdeckens wieder, weil sie wieder in die Welt des Wissens eintaucht.

Aber viele Jahre liegen zwischen der Abendschule und dem heute. Doch hat sie die Zeit wirklich verloren? Nein – nicht. Sie hat viel über Zwischenmenschlichkeit und Zusammenleben gelernt und viel darüber, wie es nicht funktionieren kann. Da ist es kein Wunder, dass sie so gerne allein ist.

„Der Mensch ist ein soziales Wesen“, hört sie ihre Psychotherapeutin sagen. Doch sie hat das Gefühl, kein soziales Wesen zu sein. Einsamkeit und Stille, ja, danach hat sie ein immens großes Bedürfnis. Einzig das Lesen empfindet sie als sozialen Kontakt, und zwar zu dem Menschen, der ihr sein Geschriebenes entgegen bringt. So will sie es sehen und nicht anders…

 

MOMENT 2.21 – Seelenkram

MOMENT 4.21 – Die Macht der Erinnerung

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MOMENTE

MOMENT 6.20 – Worte aus der Dunkelheit

Still ist es geworden. Einsamkeit hat Einzug gehalten. Es fehlen Worte, um zu beschreiben. Ich kämpfe an gegen die Dunkelheit. Es zieht mich immer noch in die Tiefe, aber ich kämpfe dagegen an. Ich lasse mich nicht fallen. Vielleicht sollte ich das mal, mich fallen lassen. Aber da fürchte ich, dass es ein Endlosfallen wird.

Ich flüchte mich in den Schlaf, in das Unbewusstsein. Es hilft ein bisschen.

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Ich wünsche allen Menschen,
besonders jenen, die gerade jetzt sehr einsam sind, eine gute Nacht.
Es kommen auch wieder andere Zeiten.

Alles Liebe von Eurer
Maria

 


MOMENT 5.20 – Schwarzes Loch

MOMENT 7.20 – Licht am Horizont