MOMENTE

MOMENT 2.19 – Trauer

Da lese ich soeben so liebe Worte von Katy von seelensport.at, und es ist um mich geschehen. Diese Worte berühren mich so tief, sie führen mir meine tiefe Trauer vor meine Augen…

Die Worte die ich lese:

Ich wünsche dir ganz viel Geborgenheit und Raum und Zeit für dich und deine Gefühle. Auch, wenn du dich manchmal vielleicht einsam fühlst, traurig bist und der Schmerz und die Sehnsucht die Oberhand gewinnen: Du bist nicht ganz alleine, du schaffst das alles, und du und deine Gefühle sind vollkommen ok!

Du kannst richtig stolz auf dich sein!

Alles Liebe,
Katy

Urplötzlich kommt ein Trauerschwall meine Seele empor gekrochen und ich kann meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Es verschlägt mir richtig meinen Atem, so viel Schmerz kommt da hoch…

… ich weine …

… ich weine heftiger …

..

.

… ich werde ruhiger …

… ganz ganz langsam fällt die Heftigkeit meines Tränenausbruchs in sich zusammen …

… langsam werde ich ruhiger …

… ich atme tief durch, lege meinen Kopf zurück und ich spüre dem flauen, schmerzenden Gefühl in meinem Magen nach …

… ganz behutsam versuche ich mich der Ursache für den Schmerz zu nähern….

… und wieder fließen die Tränen …

.

… nein, ich kann die Erinnerung noch nicht zulassen …

Etwas benommen beginne ich zu schreiben…

—–

Das achtsame Beschreiben meiner Gefühlswelt nimmt ein bisschen von der Heftigkeit des Schmerzes. Es tut gut, mein Befinden in Worte zu kleiden.

Was dem Schmerz zugrunde liegt, darüber ein anderes Mal mehr…


MOMENT 1.19 – Duftkerze

MOMENT 1.20 – Reset


 

 

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ACHTSAME TAGE

ACHTSAMER TAG 3/365 – Achtsames Schreiben

20191026_schreibfluss_hand_tastaturLange sitze ich vor meinem Bildschirm und versuche zu schreiben… Worüber? … Ja, weiß schon, Achtsamkeit war das Thema. Wie lässt sich Achtsamkeit mit dem Schreiben in Verbindung bringen?

Ich soll mich dabei nicht überanstrengen, wäre ein erstes Ziel. Kostet Schreiben denn viel Energie? Ja und nein.

Wenn es um meine Lieblingsthemen geht, wie eine Situation oder einen Vorfall zu beschreiben, dann eher wenig. Ich mache immer wieder Pausen zwischen den Zeilen, lege meinen Kopf zurück und atme tief durch.

Wenn ich mir vornehme über Themen zu schreiben, wie jetzt zB über das Achtsame Schreiben sieht die Sache schon ganz anders aus. Ich bin versucht mir Informationen über Achtsames Schreiben zu holen, was den Energieverbrauch sprunghaft ansteigen lässt. Aber, nein, das will ich nicht.

Ich will vorerst einmal unvoreingenommen über ein Thema schreiben, das mich beschäftigt. … Nein, ich will nicht das Rad neu erfinden, will VORERST einmal schreiben, was aus meinem Inneren dazu raus kommt.

Hineinhorchen in mich und dann das bemerken was da ist … es muss nicht hoch geistig oder wissenschaftlich sein. Einfach nur die Schlichtheit und Einfachheit eines einzelnen Menschen zulassen ohne zu bewerten, ohne mein Inneres zu bewerten. Ja … das will ich.

ICH möchte beim Schreiben Erfühltes in Worte fassen, möchte beschreiben, was in mir vorgeht, wenn ich mich an ein Thema heran mache.

Dann ist da der Genuss … die Worte fließen aus meinem Gehirn in meine Hände, vor bis zu den Fingerspitzen und werden sichtbar auf dem Bildschirm durch Drücken der verschiedenen Buchstabentasten. Ich fühle Magie in meinem ganzen Körper. Da ist er, der Schreibfluss…

Dies ist für mich der Anfang einer Detailreise … ich werde später dieses Thema wieder aufgreifen…


ACHTSAMER TAG 2/365 – Erster Spaziergang

ACHTSAMER TAG 4/365 – Meine einfühlsame Familie


 

ACHTSAME TAGE

ACHTSAMER TAG 1/365

Heute ist ein wunderschöner sonniger Herbsttag und ich kann schon früh am Morgen die Balkontüre öffnen um die Sonnenstrahlen in die Wohnung zu lassen. Ich trete auf den Balkon und atme tief die morgendliche würzige Luft ein und aus … ein und aus … ein und aus …

Ja, denke ich, so kann ein achtsamer Tag beginnen. Bewusst den Tag bei und mit sich selbst anfangen.

Ich gehe wieder zurück in die Wohnung und bemerke die Unordnung. Sofort formen meine Gedanken einen Tagesplan, das und das und das ist heute zu machen… „STOP!“, rufe ich mir innerlich zu. Erst mal hinfühlen, was mein Energielevel sagt. Ich setzte mich auf die Couch und atme tief ein und aus … ein und aus …  Dann horche ich genau hin, wie sich mein Körper anfühlt. Mein Bauch fühlt sich verkrampft an. Ich atme weiter tief ein und aus.

Ich erinnere mich an die Worte meines Bruders gestern. Ich solle mein Energiekonto wie ein Sparkonto sehen. Immer weniger Energie verbrauchen, als vorhanden ist, dann füllt sich über einen längeren Zeitraum das Energiekonto.

Mein Körper war noch nicht bereit für die Unordnung, deshalb blendete ich sie mal einfach aus.

„Was kann ich mir Gutes tun?“ kommt es mir in den Sinn.

Eine Tasse Kaffee, ja, danach ist mir jetzt. Die aufkeimenden Gedanken, dass ja Tee gesünder wäre usw, lasse ich vorbeiziehen. Mit dem was ich Gesundes zu mir nehmen könnte, beschäftige ich mich später.

Wieder blafft mich die Unordnung in der Wohnung an, vor allem das nicht abgewaschene Geschirr brüllt mich heftig an. Gelassen versuche ich darüber hinweg zu sehen.

Ich suche mir eine Kaffeetasse raus, wasche sie ab und bereite mir meinen Kaffee zu. Ein gestrichener Teelöffel löslicher Pulverkaffee Crema von Nescafe, ein Süßstoff, heißes Wasser bis zur Hälfte der Tasse drauf und nun mit Milch die Tasse auffüllen. So habe ich ihn am liebsten, meinen Kaffee.

Frühstück habe ich heute nicht vorgesehen, da ich noch keinen Hunger habe. Auch das ist neu, ich esse nur mehr Frühstück, wenn ich auch wirklich Hunger habe.

Nun kuschele ich mich gemütlich auf meine Couch, lege meine Füße hoch und genieße meinen wunderbaren Kaffee in kleinen genüsslichen Schlückchen, während die Sonnenstrahlen im Zimmer ihren Weg fortsetzen.

Stille umgibt mich.

Ja … so kann ein Tag gut und achtsam beginnen…


ACHTSAMER TAG 2/365 – Erster Spaziergang