COUCH-GESCHICHTEN, MUSIK

COUCH-GESCHICHTEN 22.22 – Besondere Musik

Es ist Nacht. Stille um mich herum. Nur der Ventilator rauscht. Meinen Laptop auf meinen Knien. Licht nur vom Bildschirm.

Besondere Musik im Ohr.

Ganz zart schmiegen sich die Töne heran. Wie Tischtennisbälle die leise von Saite zu Saite hüpfen. Dann fließen sanfte Laute wie Nieselregen an einem Rosenstängel entlang, um dann anschwellend sich in einem Sternenregen zu ergießen.

Ich lausche gebannt.

Eine neue Notenfolge hebt sich fein aus einem Nebel heraus und schwebt dem Himmel zu. Sie bildet eine weiße Wolke. Ein Orchester nimmt diese Laute an der Hand und trägt sie begleitend durch die Nacht.

Fast schon endet das Lied in einer Stille, doch wiederholen sich nun zum Abschluss die zarten Töne vom Beginn. Sie bäumt sich nochmals auf, die Klangwolke, um sich dann auszustrecken und in einem glitzernden Fluss zu versiegen.

Meine Seele versiegt mit…

COUCH-GESCHICHTEN, MUSIK

COUCH-GESCHICHTEN 19.22 – Das erste Mal

Still ist es. Keiner gibt einen Laut von sich, in Erwartung dessen was kommt. Ich bin zum ersten Mal hier in diesem Haus. Man hört ein paar quietschende Töne, dann wieder kein Laut. Stille.

Da beginnt das Orchester zu spielen. Die ersten Töne schweben um mich herum. Meine Ohren trinken, als ob sie noch nie Wasser gehört hätten. Mein Mund hört, indem er sich etwas öffnet. Meine Augen fühlen, sie schließen sich langsam. Ein Schauer von Wohlgefühl rinnt an mir herunter, wie warmer Regen und da ist ein Kribbeln im Rückgrat. Mein Herz atmet fast nicht. Es will den wundersamen Klang nicht verlieren.

VERDI’s Musik geht unter die Haut, besonders NABUCCO…

Während die Musik ihren Lauf nimmt, beschließen meine Augen, sich mit Wasser zu füllen, getrieben von einem im Hals beklemmenden Gefühl und einem zunehmend sich bewegenden Herzen. … Da ist er schon vorbei, der erste Teil.

Sprachlos, blicklos, gehörlos, gefühllos schlage ich meine Hände wiederholt zusammen. Ich kann gar nicht aufhören vor Begeisterung. Ich beruhige mich wieder und lasse meine Hände sinken.

Und … da ist sie wieder, die Stille vor dem Tonwasserfall. Stille.

Da beginnt das Orchester zu spielen. Die ersten Töne schweben um mich herum. Meine Ohren trinken, als ob sie noch nie Wasser gehört hätten. Mein Mund hört, indem er…

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COUCH-GESCHICHTEN 18.22 – Das Unwetter

COUCH-GESCHICHTEN 20.22 – Das Wortblumengeschenk

COUCH-GESCHICHTEN

COUCH-GESCHICHTEN 7.22 – Der Walzer

Gebeugt sitzt sie auf dem Sessel vor dem Tisch und näht. Teil um Teil fügt sie mit kleinen Nadelstichen aneinander. Es sind Sechsecke in verschieden Farben und Mustern. Sorgfältig hat sie diese vorher ausgeschnitten und nach einer Vorlage geordnet.

Sie ist traurig. Ihre Gedanken sind meilenweit entfernt von ihrer Arbeit. So vieles hatte sie sich vom Leben erhofft. Geträumt hatte sie und sich in ihrer Jugend ausgemalt, wie es mal sein würde, wenn sie erwachsen ist. Viele Kinder wollte sie, eine ganze junge Schar. Aber das ist nicht eingetroffen.

Im Hintergrund Musik. Der Radioredner kündigt einen Walzer an.

Als ihre Ohren die ersten Töne der Musik aufnehmen, blickt sie ungläubig auf. Es war der Walzer, den sie als junges Mädchen gerne gehört hat. Sie fühlt sich zurückversetzt in ihre Jugend. Sie atmet tief durch und richtet sich auf.

Der Walzer

Die Noten fließen ihr zu, erinnern an vergangene aufgenommene Töne. Leicht wiegt sie ihren Oberkörper im Rhythmus des Dreivierteltaktes. Die Musik nimmt sie an der Hand, im Walzertakt lässt sie sich forttragen. Ihre Füße beginnen zu zappeln. Dann kann sie sich nicht mehr halten, sie steht auf und beginnt sich im Kreis zu drehen, erst zaghaft, dann schon schneller. Die Musik reißt sie mit. Schwungvoll und elegant bewegt sie sich durch den Raum. Im Vorbeirauschen am Radio dreht sie am Lautstärkeknopf. Immer mehr wächst sie empor, von der gebeugten Haltung ist nichts mehr zu sehen.

Jetzt war sie wieder da, diese Leichtigkeit, der jugendlichen Frische…

Sie ist schon ganz außer Atem. Die Musik spitzt sich zu und endet in einem fulminanten Schluss.

Der Walzer der eben noch den Raum erfüllte verhallt. Was bleibt ist ein Zauber der sie aufhorchen lässt und in Aufbruchstimmung versetzt. Sie fühlt sich jung wie selten und wird sich bewusst, dass zwar der Körper altert, aber der Geist nicht.

Sie nimmt sich vor, mehr darüber nachzudenken…

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COUCH-GESCHICHTEN 6.22 – Der Garten

COUCH-GESCHICHTEN 8.22 – Die Farbe Weiß II

MOMENTE

MOMENT 17.21 – Musik in meinen Ohren

Guten Morgen Ihr Lieben!

Es rauscht in meinen Ohren. Die Töne meines Klavierspiels hallen noch nach. Es ist 4.25 Uhr, ich bin hellwach und Dank der Kopfhörer kann ich auch nächtens mein Instrument spielen. Gestern hatte ich meine zweite Klavierstunde und ich bin hoch erfreut, dass ich schon ein schönes Stück einstudieren darf. Dieses hat mein Lehrer selbst geschrieben.

Auch hat ein weiteres Instrument bei mir Einzug gehalten. Es ist ein Akkordeon mit 120 Bässen. In meinen Jugendjahren hatte ich ein kleines Akkordeon und mir das Spiel selbst beigebracht. Leider ist von meinem damaligen Können nicht mehr viel übrig. Aber das macht nichts, ich habe mich bei einer Online-Akkordeonschule angemeldet. In meinem Tempo kann ich da nachholen, was mir an Wissen und Übung fehlt. Schön ist das. Aber Hauptinstrument bleibt das Klavier. Das hat Vorrang.

Und ich bin wieder in eine Phase der Ausgeglichenheit eingetaucht. Allerdings habe ich so einige Müdigkeitsphasen tagsüber, die mich immer wieder zu Pausen zwingen, was ja nicht schlecht ist … Pause machen meine ich.

Neuerdings werde ich morgens immer Zeuge eines wunderbaren Schauspiels. Es besuchen mich am Balkon viele Meisen. Und es sind auch Elstern dabei. Das bunte Treiben der Vögel zaubert mir jeden Morgen ein Lächeln auf mein Gesicht. Eine Quelle der Freude ist das. Ich freue mich schon wieder auf das heutige lustige Getummel.

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Ich wünsche Euch auch so einen wunderbaren Morgen mit solchen Augenblicken der Freude.
Alles Liebe und einen guten Start in den Tag wünscht Euch Eure
Maria

MOMENT 16.21 – Absturz abgewendet

MOMENT 18.21 – Schweigen

MOMENTE

MOMENT 13.20 – Orgelmusik

Endlich komme ich wieder zu mir. Das ist nicht leicht, zu viel beschäftigt mich im Moment wieder. Auch die Leere des Niemandslandes beschleicht mich schon wieder seit ein paar Tagen.

Trost finde ich zur Zeit im Orgelmusik hören. Die Orgel – die Königin der Instrumente – hat es mir schon lange angetan. Faszinierend finde ich, dass dieses Instrument mit dem ganzen Körper gespielt wird. Die Hände sind an den Manualen, die Füße am Pedal.

Ich habe mich heute am Musikum für den Herbst 2021 zum Orgelspiel angemeldet. Ja, da ist noch lange hin, aber ich habe noch viel zu erledigen bis dahin – der Umzug zum Beispiel Ende Jänner. Und dann muss ich mich noch um ein geeignetes Übungsinstrument umsehen.

Hier einige Kostproben, die mich sehr beeindrucken:

und

und

und

bei Zeit 14.50

Émile Waldteufel (1837-1915) arr. Scott The Skaters’ Waltz (Les Patineurs Valse) Op.183

Einfach toll!


Ich wünsche euch noch eine geruhsame Nacht!
Alles Liebe von Eurer
Maria

 

MOMENTE

MOMENT 1.20 – Reset

Hallo Ihr Lieben!

Nun kam alles anders als gedacht. Meine Krankheit zwang mich wieder in die Knie und ein längerer Krankenhausaufenthalt verwehrte mir meine lieb gewonnene „Bloggerei“. Aber ich drücke jetzt einfach mal den Reset-Knopf und schaue wo ich stehe.

Manchmal ist es nicht einfach den Kopf ober dem Wasser zu halten. Dann tauche ich ab in die Tiefen meiner Seele und das bekommt mir nicht. Nun befinde ich mich wieder über dem Wasser und schaue den Dingen wieder positiv entgegen. Oder im Sinne der Achtsamkeit, ich schaue was da ist, nehme es an und bewerte es nicht und lasse es vorüber ziehen … ich bin im Hier und Jetzt.

Eine schöne neue „alte“ Gewohnheit hat in meinem Leben Einzug gehalten: Ich habe wieder begonnen, Zither zu spielen. Ich lernte das Zither-Spiel in meiner Jugend, nahm ungefähr ein Jahr lang Unterricht. Ich spielte damals schon recht gut, wir hatten sogar eine richtige kleine „Hausmusik“. Mein Vater spielte Gitarre, ein Bekannter auch Gitarre und ich auf der Zither. Wir durften sogar bei einigen Hochzeiten die Tischmusik gestalten.

Nun hat sie mich wieder, die Musik. Und es macht mir wirklich viel Freude, obwohl ich eigentlich wieder von vorne beginnen muss. Aber das macht nichts. Musizieren hat etwas sehr Beruhigendes.

Und ich bin nicht alleine mit meiner Zither. Meine Freundin hat sich auch eine Zither gekauft und wir spielen und lernen nun gemeinsam. Im Herbst dann werden wir Unterricht nehmen an der örtlichen Musikschule. Aber bis dahin ist noch viel Zeit.

Und ja, ich habe mir eine Deutsch-Matura-Leseliste aus dem Internet ausgedruckt und begonnen danach meine Lektüre auszuwählen. Im Moment habe ich die ältere deutsche Literatur (ca 800 bis 1500) im Auge und mir auch schon einige Bücher gekauft wie: Hartmann von Aue „Iwein“, Wolfram von Eschenbach „Parzival“, „Das Nibelungenlied“, G. v. Strassburg „Tristan und Isolde“ und Walther von der Vogelweide „Gedichte“. Mal sehen, was da auf mich zu kommt…

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Nun wünsche ich euch allen einen schönen, geruhsamen Sonntag
und
danke, dass Ihr wieder vorbeigeschaut habt!
Eure
Maria


MOMENT 2.19 – Trauer

MOMENT 2.20